Spukorte in Österreich | Spukschlösser | Gruselige Orte


1. Die Weiße Frau von Bernstein

Spukort - Die Weiße Frau von Bernstein

Autor des Bildes: Steindy
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Burg Bernstein in Bernstein im Burgenland bei Österreich, wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert gebaut. Dort soll seit Jahrhunderten eine gespenstische weiße Frau herumspuken und durch die Gemäuer schweben. Der Legende nach, soll auf Burg Bernstein im 16 Jahrhundert ein Adelsherr mit seiner italienischen Frau gelebt haben.

Man sagt, dass er seine Frau bei einem Seitensprung mit dem Sekretär erwischte, ihm einen Dolch in das Herz stieß und seine untreue Frau anschließend in einem Brunnen ertränkte. Andere Quellen berichten, dass er seine untreue Frau in einem der Türme einmauern ließ.

Viele Jahre später, lag der Adelsherr in seinem Schlafgemach, als plötzlich die Türe langsam und knarrend aufging. Er traute seinen Augen nicht, als er sah, wer sein Schlafgemach betrat… Es war seine tote Frau, die ein weißes Gewand trug. Sie stand nur vor ihm und starrte ihn für einen kurzen Moment traurig an. Dann löste sie sich in Luft auf und war verschwunden.

Seitdem, wird die gespenstische weiße Frau immer wieder auf dieser Burg gesichtet. Im Jahr 1912, wurde sie bei einem Fackelzug der Dorffeuerwehr gesehen. Viele Dorfbewohner sahen die weiße Frau, wie sie auf einem der Burgtürme stand und zu der Menschenmenge winkte. Die Frau wurde auch des öfteren im ersten Weltkrieg gesehen. Soldaten erzählten beispielsweise, dass eine weiße verschleierte Frau, die Burgmauern immer wieder auf und ab lief.

Die weiße Frau von Bernstein erscheint immer in, oder auf der Burg selber, mal hier, mal dort, aber niemals ausserhalb der Burg und meistens bei Dunkelheit. Den Berichten zufolge, soll sie des Öfteren die Burgtreppen auf und ab schweben und sich ständig umsehen.

Der Beschreibung nach, ist sie eine zierliche Frauengestalt mit wallendem langen Haar und einen traurigen Blick ins Leere. Auf dem Kopf trägt die Weiße Frau eine Art Krone, am Gürtel einen Schlüsselbund, und ein weißer Schleier verdeckt ihr Gesicht. Angeblich bittet die sie immer die Lebenden mit winkenden Gesten, ihr zu folgen.


2. Die Teufelskammer von Schloß Tratzberg

Die Teufelskammer von Schloß Tratzberg

Autor des Bildes: Wolkenkratzer – Eigenes Werk
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Schloss Tratzberg, wurde um das 1500 Jahrhundert erbaut, und auch über diesen gruseligen Ort, gibt es gruselige Schauergeschichten. Eine Bewohnerin des Schlosses behauptete, dass sie gehört hätte, wie über ihr wer eine Tür zuschmiß. Doch dieser Raum, wurde samt der Tür, schon vor langer Zeit zugemauert.

Andere Bewohner behaupteten, dass sie aus einem bestimmten Raum, der sogenannten Teufelskammer immer eigenartige Geräusche hören würden. Des Weiteren, will ein Kindermädchen gesehen haben, wie ein gespenstischer Mann auf den Nordflügel über den Hof schaute. An diesem Wochenende, war niemand sonst, außer ihr und den beiden Kindern auf dem Schloß.

Auch die Tochter der Schlossherrin, hat unheimliches auf diesem Schloss erlebt. Urplötzlich, hatte sie abends Angst alleine auf ihr Zimmer zu gehen. Sie sagte, sie hätte Angst vor der „toten Frau“, die sie regelmäßig nachts in ihrem Zimmer besuche. Auf einem Bild, welches im Schloss hängt, hat die Tochter der Schlossherrin den Geist durch Zufall wiedererkannt.

Nachforschungen ergaben, dass der Geist der „toten Frau“ zu Lebzeiten Joachim von Tanneberg war, der mit 22 Jahren auf mysteriöse Weise verstorben war. Noch heute spukt die sogenannte „tote Frau“ im Schloss herum und schaut des öfteren bei der jungen Dame vorbei.


3. Die Blutgasse in Wien

Die Blutgasse in Wien

Die Blutgasse in Wien, befindet sich im 1. Wiener Gemeindebezirk der Innere Stadt und zählt zu den ältesten Gassen der Stadt. Auch dieser Spukort, hat ein paar gruselige Geschichten zu erzählen.

In der Blutgasse, wurden vor vielen hundert Jahren Tempelritter ermordet. Sie versteckten sich in den Häusern der Blutgasse, wurden aufgespührt und abgeschlachtet. Es wird erzählt, dass die Gasse nach dem Massaker voller Blut und mit Leichen gepflastert war. Daher wahrscheinlich auch der Name – Blutgasse.

Aber dort sind noch viele weitere schreckliche Dinge geschehen. Wenn man die Blutgasse entlang läuft, tritt man in die Fußstapfen vieler Hinrichtungsopfer, die durch die Gasse ihren allerletzten „Spaziergang“ machten. Weil um zur Hinrichtungsstätte der Stadt zu gelangen, mussten die Verurteilten die Blutgasse passieren.

Diese düstere und blutige Vergangenheit, lässt viele Menschen glauben, dass die Blutgasse einer der gruseligsten Orte in Wien ist. Es wird vermutet, dass die Geister diese Gasse immer noch durchstreifen.

Noch heute, erzählen viele Menschen, die regelmässig die Gasse passieren, dass sie dort schon längst verstorbene Menschen begegnet sind. Auch hier gibt es eine schaurige Geschichte, die wirklich wahr sein soll.

Ein Mann läuft durch die Blutgasse, und trifft dort einen alten Freund, den er seit über 10 Jahren nicht mehr gesehen hat. Die beiden freuten sich, gingen dort in ein Cafe und redeten über alte Zeiten. Der Mann, ging zwischenzeitlich auf die Toilette, doch als er zurück kam, war sein Freund verschwunden. Er erkundigte sich bei der Kellnerin nach seinem Freund, doch diese schaute ihn nur fragend an und sagte, dass er die ganze Zeit alleine am Tisch gesessen hätte.

Später erfuhr der Mann, dass sein Freund schon vor langer Zeit gestorben ist.


4. Der Friedhof der Namenlosen

Der Friedhof der Namenlosen in Österreich

Autor des Bildes: Kat1100
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Ein wirklich gruseliger Ort in Wien, aber weniger bekannt, ist der Friedhof der Namenlosen. Er liegt am Rande der Stadt und wird selten besucht. Dieser Friedhof ist voller unbekannten Menschen, die von der Donau aus angespült wurden. Infolgedessen, wurde der Friedhof als Lösung für die vielen Leichen errichtet, die sich entlang des Flussufers ansammelten.

Zumal sie auf den katholischen Friedhöfen in Wien nicht beigesetzt werden konnten, da viele von ihnen Selbstmordopfer waren. Viele Menschen behaupten, dass die Seelen dieser namenlosen Menschen weiterhin die Gegend durchstreifen, wo man sie gefunden hat. Die Legende besagt, dass ein ehemaliger Friedhofsangesteller ebenfalls ein Geist ist.

Besonders tragisch, ist auch die Geschichte des kleinen Sepperl, eine Kinderleiche mit traurigen Schicksal. Der kleine Junge wurde in einem Schuhkarton am Ufer der Donau gefunden. Er wurde ehrenvoll auf diesem Friedhof begraben. Noch heute, kümmern sich die Leute um sein Grab.


5. Die mysteriöse schwarze Frau

Die mysteriöse schwarze Frau

Die schwarze Frau auf der Pinzgauer Bundesstraße ist eine Legende aus Österreich. Seit 1982 gibt es immer wieder Berichte, über eine mysteriöse schwarze Frau, welche in den Bezirken Pinzgau, Pongau und Salzburg ihr Unwesen treibt. Nach Berichten von Autofahrern, hält die schwarze Frau vorbeifahrende Autos an, und bittet darum mitgenommen zu werden. Sobald sie eingestiegen ist, sagt sie: „Du hättest einen schrecklichen Unfall gehabt, wenn Du mich nicht mitgenommen hättest“.

Gleich danach soll sie spurlos verschwinden. Viele Anwohner halten die schwarze Frau für eine Kellnerin aus Pongau, die ein Jahr zuvor, auf dieser Strecke mit nur 23 Jahren tödlich verunglückt ist. Die junge Frau kam mit ihrem Auto von der Fahrbahn ab und stürzte auf die Bahngleise. Im selben Moment, wurde der Wagen mit samt der Fahrerin von einem vorbeifahrenden Zug erfasst und einige Meter mit geschliffen.

Die Frau sei Polizeiberichten zufolge nicht sofort tot gewesen, sondern hätte noch im Wrack eingequetscht um Hilfe geschrien. Selbst die Stadt Salzburg, reagierte auf die Berichte über diese gruselige Erscheinung und führt dies auf Halluzinationen oder Sinnestäuschungen zurück.


6. Wer spukt im Zimmer 35

Spukschloss - Wer spukt im Zimmer 35

Autor des Bildes: Johann Jaritz – Eigenes Werk
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Das Schlosshotel in St Georgen in Kärnten, ist ein Spukschloss in Österreich. Immer wieder, sollen Leute in diesem Hotel Zeugen von unerklärlichen Phänomenen geworden sein. Besonders in dem Zimmer 35, soll es mitunter heftig spuken. Dort soll der Geist eines verstorbenen leben. So berichteten zwei Schauspieler, von merkwürdigen Geräuschen und gruseligen Erscheinungen in der Nacht.

Des Weiteren, haben sie eine Stimme gehört und hatten ständig das Gefühl, von irgend jemand oder etwas beobachtet zu werden. Andere Gäste die in Zimmer 35 übernachteten, berichteten, sie hätten etwas auf dem Bett sitzen gespürt. Ein anderer Gast behauptete, dass die Dusche in der Nacht, immer wieder wie von Geisterhand alleine angegangen sei, obwohl niemand im Bad war.

Welche Seele in diesem Spukschloss nicht zur Ruhe kommt, und in dem Zimmer 35 umher geistert, weiß man bis heute nicht genau. Es wird aber vermutet, dass es sich um einen Ritter namens Otto handelt, der vor vielen Jahrhunderten auf diesem Schloss gelebt hat. Andere wiederum glauben, es wäre der Geist von Berrens Kulmar, der zu Lebzeiten im Schloss sein Unwesen trieb. Dieser habe höchstwahrscheinlich seine Frau und seine unehelichen Kinder ermordet.


7. Spuk im Schloss Grünau

Spuk im Schloss Grünau

Schloss Grünau aus Oberösterreich, stammt wahrscheinlich aus dem 13. Jahrhundert. Auch dieses Schloss, hat so einige gruselige Geschichten zu erzählen, die sich über Jahre hinweg hier angehäuft haben. Die neusten Berichte, stammen aus den 70 und 80 Jahren.

Nachts, waren seltsame unerklärliche Stimmen im Schloss zu hören und abgeriegelte Türen fielen krachend ins Schloß. Die Lichter gingen wie von Geisterhand aus und wieder an, und im Jahr 1981 wurde auf dem Schlossgelände eine Mönchgestalt gesehen. Der braune Mönch, wie er von manchen Besuchern des Schlosses genannt wurde, soll eine an­ge­nehme und friedliche Aura gehabt haben und keine Sekunde furchteinflößend gewesen sein.

Doch niemand weiß so recht woher er kommt, denn Schloss Grünau soll nie als Kloster fungiert haben und es sind auch keine Aufzeichnungen über den Mönch bekannt. Immer wieder haben die Besucher dieses Schlosses seltsame Erlebnisse gehabt. Schemenhafte Gestalten die sich manifestiert hätten, sonderbare Energien die deutlich die Anwesenheit eines Wesen spüren ließen und Stimmen, die nachts durch die Gänge flüsterten.


8. Schloss Moosham in Salzburg

Schloss Moosham in Salzburg

Autor des Bildes: Bwag – Eigenes Werk
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Das Schloss Moosham im Salzburger Lungau ist ebenfalls ein Spukschloss Österreich. Das Schloss wurde wahrscheinlich im 11. Jahrhundert erbaut. Über die Jahrhunderte hinweg, war es im Besitz der Salzburger Erzbischöfe und spielte bei den Salzburger Hexenprozesse eine wichtige Rolle.

Ab dem 15. Jahrhundert bis zum 17. Jahrhundert, wurden in dem Schloss dutzende Hinrichtungen vollzogen, die meisten wegen Hexerei. Aber nicht nur Frauen sind der Hexerei beschuldigt und hingerichtet worden, auch Männer wurden bei lebendigen Leibe verbrannt.

Johann Nepomuk Graf Wilczek kaufte im Jahr 1896 das Schloss. Bis heute ist es im Familienbesitz und ist auch für Besucher öffentlich zugänglich.

Die Folterkammer von damals, kann im Rahmen einer Ghosttour besichtigt werden. Viele Besucher berichteten, dass sie in der Folterkammer von gespenstischen Fingern berührt worden sind. Der Warteraum vor der Folterkammer, soll einigen Besuchern in Angst und Schrecken versetzt haben, indem sie für einen kurzen Moment unheimliche Schreie hörten.

Auch sollen sich Möbelstücke, wie von Geisterhand hin und her bewegen. Der Legende nach, ist ein Geist in dem Schloss, zu Lebzeiten ein Gerichtsdiener gewesen, der wegen seiner Grausamkeit im Ort bekannt war. Angeblich, hatte er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, und dieser kam persönlich zum Schloss um sich die Seele des Gerichtsdiener zu holen.

Eine andere Legende besagt, dass sich zwei Brüder im Kampf selbst ermodeten und ihr schrecklicher Hass, bis heute im Schloss zu spüren sei.


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