Kurze Gruselgeschichten | Für alle deren Gänsehaut noch funktioniert

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Kurze Gruselgeschichten

1. Mutterliebe

Meine Tochter wollte mitten in der Nacht, einfach nicht aufhören zu weinen und schreien. Ich besuchte sie an ihrem Grab und bat sie, damit aufzuhören. Aber es hat nicht geholfen, sie schrie weiter.

2. Der Anhalter

Ein kürzlich verheiratetes Paar, nutze die Flitterwochen um quer mit dem Auto durch die USA zu reisen. Eines Nachts, fing es heftig an zu regnen. Und im Scheinwerferlicht, sah man einen bärtigen Mann am Straßenrand stehen, der per Anhalter mitgenommen werden wollte. Der Ehemann reagierte sofort bei diesem Unwetter und fuhr rechts ran, um den Mann mitzunehmen. Der Mann bedankte sich und stieg hinten ins Auto.

Er wirkte aufgeregt und nervös und sprach während der Autofahrt kaum ein Wort. Kurze Zeit später, ließ in das Paar an einer Kreuzung raus. Das Paar fuhr weiter und der Ehemann machte das Radio an. Wenig später, wurde das Radioprogramm wegen einer wichtigen Meldung unterbrochen.

Ein Häftling ist aus einer Nervenheilanstalt geflohen. Er ist Geisteskrank und sehr gefährlich und darf unter keinen Umständen angesprochen werden. Das Paar war schockiert! Die Beschreibung passte haargenau zum dem Anhalter, den sie mitgenommen hatten. Beide waren glücklich, dass nichts schlimmes passiert war.

In diesem Moment streikte das Auto und der Motor ging einfach aus. Dem Mann blieb nichts anderes übrig, als durch den Regen zu laufen um Hilfe zu holen. Er bestand darauf, dass seine Frau im Auto bleibt. Der Mann ging los und die Frau wollte im Auto das Radio anmachen. Aber es ging nicht. Die Autobatterie war wahrscheinlich defekt. Also machte sie ein Nickerchen.

Eine kurze Zeit später wachte sie auf und sah blinkende Polizeilichter durch das Wasser der Windschutzscheibe. Eine Stimme aus einem Lautsprecher sagte zu ihr

“ Lady, öffnen sie die Tür, steigen sie aus dem Auto und rennen sie so schnell Sie können zu uns. SOFORT!“

Die Frau ist verwirrt und steigt mit beiden Händen über den Kopf aus.

“ Laufen Sie und schauen sie nicht zurück!“ sagt der Polizist.

Aber die Frau war neugierig und drehte sich um. Im grellen Scheinwerferlicht und strömenden Regen, sieht sie, wie der Anhalter mit einer Machete auf der Oberseite des Wagens, auf die zerstückelte Leiche Ihres Mannes einhackt. Das Blut fließt an den Seiten des Auto hinunter. Sei schreit und fällt in Ohnmacht, als die Polizisten wie wild auf den Anhalter schiessen.

3. Das Versteckspiel

Zwei junge Brüder waren alleine zu Hause. Die Eltern, waren bei den Nachbarn.

„Seid brav und vertragt euch“, sagten die Eltern, bevor sie gegangen sind.

Als die Eltern endlich weg waren, beschlossen die Brüder, ein Versteckspiel zu spielen. Der ältere Bruder drehte den Kopf zur Wand und fing an zu zählen. Er konnte seinen Bruder genau hören, als er nach einem Versteck suchte.

„Ich komme jetzt“ rief der ältere Bruder und machte sich auf die Suche. Er sah überall nach, hinter dem Sofa, im Badezimmer hinter dem Duschvorhang, hinter den Vorhängen. In jedem Zimmer und unter allen Betten, aber er konnte ihn nicht finden. In der Wohnung war es unheimlich still.

Dann hörte er ein kratzendes Geräusch aus dem Kleiderschrank. Der Junge war sich sicher, dass er dort schon nachgeschaut hatte. Er ist aber trotzdem dort hin gegangen und rief: “ Komm raus, ich weiß das du da drin bist!“ Aber es passierte nichts.

Der Junge schlich zum Kleiderschrank und öffnete die Tür. Er sah zwischen den Kleidern und Mäntel nach, die dort hingen. Er bückte sich, konnte aber keine Füsse sehen. Er stand wieder auf, und griff mit seiner Hand in den vollgepackten Kleiderschrank um nach seinem Bruder zu suchen.

Plötzlich kam eine kleine weiße eiskalte Hand heraus, packte ihn an sein Handgelenk und versuchte ihn in den Schrank zu ziehen. Als er versuchte, sich zu befreien, hörte er hinter sich ein Geräusch. Er schaute über seine Schulter und sah seinen Bruder.

“ Ich wusste, das Du mich nicht findest“, sagte der Junge.

Der älter Bruder schrie völlig verzweifelt und versuchte sich aus dem Griff der Hand zu befreien, während die Hand mit aller Gewalt versuchte, ihn in den Kleiderschrank zu ziehen. Der jüngere Bruder packte ihn und zusammen schafften sie es, ihn zu befreien. Beide rannten schreiend aus der Wohnung.

Niemand weiß, was passiert wäre, wenn die Hand in hineingezogen hätte.

4. Platzangst

Ich habe solche Platzangst. Ich kann mich nicht bewegen, atmen, sprechen und hören. Es ist die ganze Zeit so dunkel und mir ist so heiß. Wenn ich gewusst hätte, dass es so furchtbar sein würde, dann hätte ich mich einäschern lassen.

5. Papa sucht nach Monstern unter dem Bett

Ich ging in das Kinderzimmer meines Sohnes, um ihn eine gute Nacht zu wünschen. Er lag auf seinem Bett und sagte zu mir: “ Papa, schaue unter dem Bett, da ist ein Monster.“

Um ihn zu beruhigen, legte ich mich auf den Bauch und schaute unter sein Bett. Unter dem Bett lag mein Sohn, der mich zitternd anstarrte und zu mir flüsterte: “ Papa, da ist jemand auf meinem Bett !

6. Der Geist am Fenster

Timm saß im Bus und war auf dem Weg zur Schule. Er hörte Musik, war am träumen und schenkte den anderen Schülern kaum Aufmerksamkeit. Der Bus, rollte langsam auf eine Bushaltestelle zu und Timms Gedanken kehrten in die Realität zurück. Neben der Bushaltestelle war ein Haus. Es war das Haus seines Klassenkameraden Tommy.

Timm sah, wie die Vorhänge des Fensters zu Seite gingen und eine winkende Hand den Busfahrer aufforderte weiterzufahren. Timm dachte sich nur „Er ist krank“ und schenkte der Situation keine große Aufmerksamkeit. Nach Schulschluss, betrat der Direktor das Klassenzimmer und überbrachte den Schülern eine furchtbare Nachricht.

– Tommys gesamte Familie wurde an diesem Tag von einer unbekannten Person ermordet.-

Timm war total geschockt und fassungslos. Am nächsten Tag saß Timm wieder in dem Bus und war auf dem Weg zur Schule. Der Busfahrer, der von Tommys furchtbaren Schicksal nichts wusste, fuhr langsam an Tommys Haus heran. Als Timm aufstehen wollte, um den Busfahrer zu erklären, was passiert war, traute er seinen Augen nicht.

Eine blasse Hand, zog die Vorhänge des Fensters zur Seite und forderte den Busfahrer durch winken auf, weiterzufahren. Timm lief ein eiskalter Schauer über den Rücken und er saß wie versteinert auf seinem Platz.

7. Das Babyphone

Der Vater liegt im Bett, nachdem er gerade aufgewacht ist. Er steht auf und geht zu dem Babyphone, welches sich in seinem Büro befindet. Er hört sein Baby lachen und seine dazu Frau singen.

Seine Frau sagt über das Babyphone zum Ihm: “ geh schlafen…, geh wieder schlafen…“. Plötzlich öffnet sich die Haustür und seine Frau kommt mit Lebensmittel herein.

8. Vorgeben zu schlafen, funktioniert nicht

Ein kleiner Junge schläft nachts in seinem Bett. Er hört Schritte vor seiner Tür und macht die Augen nur ein wenig auf, um zu sehen was passiert ist. Seine Tür schwingt leise auf und herein kommt ein Mörder, der die Leichen seiner Eltern trägt.

Nachdem er sie leise auf einen Stuhl gestützt hat, schreibt er mit dem Blut der Leichen noch etwas an die Wand. Dann versteckt er sich unter dem Kinderbett. Der Junge hat unglaubliche Angst. Er kann die Schrift an der Wand nicht lesen und weiß, dass der Mann unter seinem Bett liegt.

Er tut so, als wenn er schlafen würde. Er liegt ganz still dort und hört die leisen Atemzüge unter seinem Bett. Eine Stunde ist vergangen und seine Augen gewöhnen sich langsam an die Dunkelheit.  Endlich kann er so langsam, mit viel Anstrengung den Satz an der Wand lesen.

“ Ich weiß, dass du wach bist „. Er spürt, wie sich etwas unter seinem Bett bewegt.

9. Was ist im Keller ?

Mama sagte mir, ich darf nie in diesen Keller gehen! Ich wollte aber unbedingt wissen, wer diese komischen Geräusche macht. Es hörte sich an wie ein kleiner Welpe. Also öffnete ich die Kellertür und bin leise, auf Zehenspitzen nach unten gegangen.

Ich habe keinen Welpen gesehen. Dann hat Mama mich schon aus dem Keller gerissen und mich angeschrien. Sie hat mich noch nie so angeschrien und ich habe angefangen zu weinen. Dann hat sie mir noch mal gesagt, dass ich nie wieder in diesen Keller gehen darf und hat mir einen Keks gegeben.

Dadurch habe ich mich besser gefühlt und habe sie auch nicht gefragt, warum der Junge im Keller, der Geräusche wie ein Welpe macht, keine Hände und Füße hatte.

10. Alles was Charlie sah war Rot !

Charlie war den ganzen Tag mit seinem Auto unterwegs. Es war spät abends und er war todmüde. Am Straßenrand, sah er dann dieses kleine hübsche Motel. Charlie ging rein und sagte zu der Frau an der Rezeption, dass er gerne ein Zimmer für eine Nacht hätte. Die nette junge Dame, gab ihm einen Schlüssel mit einer Zimmernummer dran.

Als Charlie auf sein Zimmer gehen wollte, sagte die Frau an der Rezeption noch etwas eigenartiges zum ihm :“Das Zimmer ohne Zimmernummer, welches sich neben Ihrem Zimmer befindet, dürfen sie nicht betreten ! Ganz Wichtig ! „. Nichts ahnend, ging Charlie auf sein Zimmer, legte sich in das Bett und schlief sofort ein. Nachts wurde er wach, weil er dumpfe Klopfgeräusche hörte. Dieser Lärm kam aus dem Zimmer nebenan, also von dem Zimmer ohne Zimmernummer, welches er nicht betreten darf !

Diese unheimlichen Klopfgeräusche wurden immer lauter und er beschloss rüber zugehen um sich zu beschweren. Er klopfte an die Tür, bekam aber keine Antwort. Er schaute durch das Schlüsselloch und sah nur Rot ! Wütend ging er zur Rezeption, beschwerte sich über diese dumpfen Klopfgeräusche und fragte, wer in diesem Zimmer ist. Die nette junge Dame, sah ihn mit großen Augen an und fing zögernd an zu erzählen:

“ In diesem Zimmer war eine Frau, die von ihrem Ehemann ermordet wurde. Die Haut war ganz weiß, mit Ausnahme ihrer Augen, die waren rot „.

11. Die Vorahnung

Anna war gerade Anfang 20, hatte wenig Freunde und verbrachte die meiste Zeit alleine in Ihrer Wohnung. Die einzige Bezugsperson die sie hatte war Ihr Opa. Mutter und Vater sind schon vor Jahren nach langer Krankheit verstorben. Auch der Opa ist jetzt schwer krank und liegt im nahegelegenen Hospiz. Anna weinte den ganzen Tag und war todunglücklich.

Gegen Abend ging es ihr wieder besser und sie las ein Buch um ihre Sorgen zu vergessen. Fertig und die Augen schwer wie blei legte sie sich hin zum schlafen. Vorher stellte sie noch ihren Wecker, weil sie in der Früh ihren Opa besuchen wollte.

Eine komische Unruhe machte sich in Ihrem Körper breit und sie drehte sich ständig von der einen Seite zur anderen und konnte einfach nicht einschlafen. Es war schon Mitternacht, als plötzlich um 03:02 Uhr ihr Wecker ertönte. Anna erschrak fürchterlich und stand kreidebleich in ihrem Zimmer. Sie war sich sicher, dass sie den Wecker viel später gestellt hatte.

Anna schaute sofort nach und behielt recht. Der Alarm des Weckers stand immer noch auf 07:00 Uhr morgens. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch, machte sie sich auf den Weg zum Telefon und rief um ca 03:20 Uhr im Hospiz an um sich nach ihrem Opa zu erkundigen.

Die diensthabende Schwester war sehr überrascht von diesem Anruf und sagte zu Anna mit bedrückender Stimme: “ Tut mir Leid, ihr Opa ist leider verstorben „. Anna brauch sofort in Tränen aus. Mit schluchzender Stimme fragte sie: “ Wann “

Die Schwester antwortete: “ Um 03:02 Uhr “

12. Die Clownstatue

Ein Mädchen im Teenageralter, verdiente sich nachts als Babysitter bei einer reichen Familie etwas Geld dazu. Die Familie hatte ein sehr großes Haus mit vielen Zimmern. Es war voller Artefakte und alten Gemälden aus der ganzen Welt. Als die Eltern das Haus verlassen wollten, sagte der Vater noch etwas seltsames zu  dem Mädchen.

„Sobald du die Kinder ins Bett gebracht hast, musst Du in den Keller gehen und dort Fernsehen und darfst nicht im Haus herumlaufen. “

Als die Kinder endlich eingeschlafen waren, zog sich das Mädchen in den Keller zurück um dort Fern zusehen. Sie konnte sich aber nicht auf ihre Sendung konzentrieren, weil in jeder Ecke des Kellers eine lebensgroße Clownsstatue stand und sie angrinste. Sie beschloss, eine Decke über diese unheimlichen Clowns zu tun.

Nach einer Weile, wurde sie ganz unruhig, weil die übergroßen Füsse der Clowns unter der Decke noch zu sehen waren. Dieser Anblick, war ihr einfach zu gruselig. Sie beschloss, den Vater anzurufen um ihn zu bitten, in einem anderen Zimmer fern zusehen, weil sie die Anwesenheit der Clownstatuen nicht mehr ertragen konnte.

„Hör gut zu“, sagt der Mann zu dem Mädchen.

„Unsere Kinder haben uns gesagt, dass mitten in der Nacht immer ein grinsender Clown in ihr Zimmer kommt. Wir dachten immer, es wäre nur Alpträume. Wir besitzen überhaupt keine Clownstatuen! Du musst JETZT die Kinder holen und das Haus verlassen! Ich werde die Polizei rufen.

Aber als das Mädchen sich umdrehte um nach den Clownstatuen zu sehen, sah sie nur die Decken auf dem Boden liegen und hörte leise SCHRITTE die Kellertreppe herunterkommen.

13. Die Leiche im Hotel

Ein frisch vermähltes Ehepaar war für die Flitterwochen nach Las Vegas geflogen um sich im Hotel eine Suite zu buchen. Als sie in ihrer Suite angekommen sind, haben beide einen üblen Geruch festgestellt. Der Ehemann hat sofort an der Rezeption angerufen um sich bei dem Manager zu beschweren. Er sagte ihm, dass die Suite sehr unangenehm rieche und er und seine Frau eine neue möchten.

Der Manager hat sich natürlich entschuldigt, aber den beiden auch mitgeteilt, dass keine anderen Suiten mehr frei sind. Weil der Manger Angst um seinen guten Ruf hatte, hat er den beiden ein Mittagessen in einem 5 Sterne Restaurant Ihrer Wahl angeboten. In der Zwischenzeit würden sich Dienstmädchen um das Problem mit dem üblen Geruch kümmern.

Nach einem schönen Mittagessen, ist das Ehepaar wieder zurück in das Hotel gegangen. Aber als die beiden die Tür von Ihrer Suite aufmachten, ist ihnen sofort wieder dieser übler Geruch entgegen gekommen. Der Ehemann war außer sich vor Wut und beschwerte sich ein weiteres mal bei dem Manager.

Dieser ist dann selber mit drei weiteren Dienstmädchen in die Suite gegangen, um endlich herauszufinden woher dieser üble Geruch kommt. Es wurden Handtücher gewechselt, die Bettwäsche wurde erneuert. Des Weiteren wurde der Teppich mit den stärksten zu Verfügung stehenden Reinigungsmittel geschruppt.

Nach weiteren zwei Stunden, durften die beiden ihre Suite wieder betreten. ABER, dieser üble Geruch war immer noch da ! Der Ehemann war so dermaßen wütend, dass er selber herausfinden wollte, woher dieser üble Gestank kam. Er hat sofort damit begonnen, die gesamte Suite auseinander zu nehmen.

Als er die Matratze von dem Boxspringbett weg zog, lag dort eine Kinderleiche.

14. Hellseherische Fähigkeiten

Katrin Backer, eine Studentin an der Universität in Cambridge, ging nach einem Vortrag des Professors zur Bushaltestelle und wollte nach Hause fahren. Im Bus ließ sie sich neben einer älteren Frau nieder, die sehr konservativ angezogen war, in den Sitz fallen und schluchzte. Der Vortrag, war wieder total langweilig gewesen.

Er war über Emma Crane gewesen, eine alte Frau, die im sechzehnten Jahrhundert gelebt hatte und in die Zukunft sehen konnte. Und der Legende nach sollte sie noch heute hin und wieder auftauchen und Menschen vor furchtbaren Ereignissen warnen. Katrin glaubte kein Wort. „Blöder Aberglaube“ sagte sie, “

“ So etwas gibt es nicht! “

Kurz vor der Bushaltestelle an der sie aussteigen musste, sprach sie die alte Frau neben ihr an: “ Seien Sie auf der Hut, vor dem hoch gewachsenen Mann im langen schwarzen Mantel.“ Ihr Englisch klang sehr alt.
Bevor Katrin Backer fragen konnte, was das denn bedeutete, war die alte Frau verschwunden.

Verdutzt, stieg sie aus dem Bus und schaute noch einmal zurück, doch die alte Frau war nicht mehr da. „Die wollte mich wohl auf den Arm nehmen.“ sagte sie wütend zu sich selbst.
Zügig lief sie den Gehweg entlang, aber um nach Hause zu kommen, musste sie durch den Stadtpark. Also bog sie in den anderen Weg ein. Der Park war menschenleer.

Da sprach ein großer Mann in einem langen schwarzen Mantel sie an. „Entschuldigen sie bitte, aber wären Sie so freundlich und würden mir helfen. Meine Haustürschlüssel sind mir dort drüben unter dem Baum heruntergefallen. Wären sie wohl so nett und würden mir suchen helfen?“

Katrin bejahte, ging zu dem Baum und bückte sich. Als sie wieder aufstehen wollte, packten sie kräftige Hände am Hals und drückten zu. Schreien konnte sie nicht mehr. In ihren letzten Atemzügen fiel ihr die Warnung der alten Dame im Bus wieder ein und das Portrait, das der Professor ihnen von Emma Crane gezeigt hatte.

Die Frau auf dem Bild hatte genauso ausgesehen wie die Frau im Bus. Nur viel jünger.

15. Das Motel

Tante Nancy liebte es, ihre Nichte Carol auf Tagesausflüge mitzunehmen. Eines ihrer Lieblingsorte war der Strand. An einem schönen Sommertag, war das Wetter besonders gut und das Wasser hatte die perfekte Temperatur. Doch am späten Nachmittag zog ein schweres Unwetter auf und die beiden beschlossen, so schnell wie möglich nach Hause zu fahren.

Das Unwetter wurde während der Heimfahrt immer schlimmer und Nancy hatte Angst weiterzufahren. Also beschloss sie, rechts am Straßenrand zu warten, bis sich das Unwetter besserte. Als sie das gerade tun wollte, sagte Carol: “ Schau mal da, dort können wir übernachten „. Die beiden sahen ein Motel mit einem Schild davor: „Rastplatz – Zimmer zu vermieten – Tag, Woche, Monat.“ Erleichtert hielt Nancy an, parkte den Wagen und beide rannten so schnell sie konnten zur Eingangstür.

Eine weißhaarige Frau öffnete Ihnen Tür, noch bevor sie überhaupt klopfen konnten. Sie sagte: „Ich habe Euch erwartet.“ Auch wenn es für die beiden seltsam erschien, hatte die Frau ein angenehmes Lächeln im Gesicht, so dass sie Ihre Zweifel in den Hintergrund drückten und nett zurück lächelten. Die alte Frau gab ihnen eine warme Mahlzeit und zeigte ihnen ein warmes gemütliches Zimmer. Die Möbel waren alt und abgenutzt, aber sauber.

Als beide morgens aufwachten, wollten sie natürlich unbedingt nach Hause fahren. In dem alten Haus, gab es keinen Handy Empfang und Nancy war sich sicher, dass Carols Mutter sich große Sorgen machen würde. Sie wollten der alten Frau mit den weißen Haaren danken, konnten sie aber nirgends finden. Sie hinterließen einen Zettel mit etwas Geld für ihren Aufenthalt an der Tür und gingen.

Ein paar Meilen die Straße hinunter piepste Tante Nancy’s Telefon. Sie hatte eine Nachricht oder einen Anruf bekommen. Sie hielt an einer Tankstelle an, um Carols Mutter anzurufen und ihr zu sagen, dass sie auf dem Heimweg sind. Nancy beschloss noch schnell zu tanken und Getränke zu kaufen. Während sie an der Kasse stand und bezahlte, unterhielt sie sich mit dem Angestellten und erzählte ihm von ihrem angenehmen Aufenthalt in diesem Motel.

Der Mann wirkte sehr überrascht und erzählte Nancy und Carol, dass das Motel vor Jahren niedergebrannt sei und die Besitzerin getötet hatte.

Sie konnten es einfach nicht glauben, was der Angestellte ihnen da gesagt hatte und fuhren sofort zurück zum Motel.

Es gab aber kein Motel ! Auf dem Boden lag nur Ihr Zettel und das Geld.

kurze Gruselgeschichten - Seite 2

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