Spukorte in Irland | Die berühmtesten Spukschlösser

Wo gibt es die berühmtesten Spukschlösser auf der Welt? Natürlich in Irland, wo denn sonst. Viele dieser alten Gemäuer, sind mehrere hundert Jahre alt und haben Geschichte geschrieben. Hier sind Menschen eingesperrt, gefoltert und getötet worden. Und viele von ihnen, sind aus dem Reich der Toten zurückgekommen, um sich an den noch Lebenden zu rächen.

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1. Das Kilmainham Gaol in Dublin

Autor des Bildes: Colin
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Das Kilmainham Gaol in Dublin

Viele alte Gefängnisse sind berühmte Spukhäuser. Und Irlands berühmtestes Gefängnis macht da keine Ausnahme. Das Kilmainham Gaol in Dublin, wurde 1796 eröffnet. In diesem Gefängnis, wurde der Anführer des Osteraufstand von 1916 inhaftiert, und anschließend durch ein Erschießungskommando hingerichtet. Das Gebäude wurde im Jahr 1924 geschlossen.

Heute ist das große und unheimliche Gefängnis, dass größte unbesetzte Gefängnis Irlands. Es wurde in den 1960er Jahren restauriert und ist heute ein Museum, in dem es sowohl von ehemaligen Insassen als auch von bösen Wärtern spuken soll. Über Kilmainham Gaol gibt es mehrere Spukgeschichten. Während der Restaurierung berichtete der Hausmeister Dan McGill von Lichtern, die in der Gefängniskapelle auf mysteriöse Weise an und ausgingen.

Zur gleichen Zeit erlebte ein Mann, der den Kerkerbereich des Gefängnisses mit Farbe strich, eine starke Windböe, die ihn gegen eine Wand drückte. Der Mann schaffte es, sich aus dem Kerker zu befreien und kam mit blassen Gesicht und zitternden Händen wieder heraus. Er weigerte sich, weiter im Gefängnis zu arbeiten oder es überhaupt noch einmal zu betreten.

Ein anderer Arbeiter war dabei, den Korridor der Gedenkstätte von 1916 zu dekorieren, als er laute Schritte hörte, die die Steintreppe hinaufstiegen und dann plötzlich hinter ihm waren. Als er sich umdrehte, war niemand im Korridor zu sehen, obwohl die Schritte direkt an ihm vorbeigelaufen sind.

Mehrere Kinder, die das Gefängnis besichtigen wollten, blieben an der Türschwelle stehen und weigerten sich, weiter auf das Gelände zu gehen.

Laut Dan McGill sind es nicht die Geister der Insassen, die in dem Gefängnis spuken, sondern die der bösen Wärter.


2. Schloss Charleville, Tullamore, Grafschaft Offaly

Schloss Charleville, Tullamore, Grafschaft Offaly

Dieses irische Schloss wurde von vielen Parapsychologen und Hellsehern besucht. Viele Menschen, haben während sie sich in dem Schloss aufgehalten haben, von seltsamen Ereignissen berichtet. Charleville Castle wurde 1798 für Charleville William Bury und seine Familie gebaut. Das Schloss blieb solange, bis Charles Howard Bury 1963 plötzlich tot umfiel, im Besitz der Familie Bury.

Heute ist das Anwesen in dem Besitz eine Frau namens Bridget Vance, die dieses Schloss im Gotik-Revival-Stil restauriert hat. Die Schlossarbeiter erzählen, dass die Geister, während das Schloss restauriert wurde, geweckt worden sind. Sie sagen, dass sie seltsame flüsternde Stimmen und klassische Musik im ganzen Schloss gehört haben.

Viele haben auch die Geräusche von spielenden Kindern, in einem Raum des Schlosses gehört, der früher das Kinderzimmer war. Der Legende nach, starb ein kleines Mädchen namens Harriet in Schloss Charleville, als sie in den frühen 1800er Jahren im Treppenhaus spielte. Der Geist von Harriet wurde im Treppenhaus gesichtet, und die Leute erzählten, sie fühlten einen kalten Windhauch an sich vorbeistreichen, wenn sie diese Stufen hinuntergingen.

Wenn man sich im Schloss befindet, kann man das kleine Mädchen hören, wie sie Möbel bewegt, kichert und spricht. Aber Kinder sind nicht die einzigen Geister, die im Schloss Charleville spuken.

Das Schloss soll auf einem Gelände gebaut worden sein, das vorher ein alter Druidenplatz war. Die Familie Vance erzählte, dass sie geisterhafte Kapuzengestalten auf dem Schlossgelände gesehen hat.


3. Ross Castle, Lough Sheelin, County Meath

Autor des Bildes: Buttonfreak
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Ross Castle, Lough Sheelin, County Meath

Das an den Ufern des Lough See Sheelin gelegene Schloss, wurde 1533 vom Lord of Devon Richard Nugent, auch bekannt als „der schwarze Baron“, gebaut. Die Tochter des Barons, namens Sabina, soll heute auf dem verfluchten Anwesen spuken.

Die Legende besagt, dass Sabina im Jahre 1536 auf einer Brücke am Rande des Anwesens, einen gutaussehenden jungen Mann namens Orwin traf. Die beiden verliebten sich ineinander, passten aber nicht wirklich zueinander, weil Sabina Engländerin und Orwin Ire war. Also beschlossen die beiden abzuhauen und fuhren mit einem Boot auf den Lough Sheelin See hinaus, um sich von den Leuten fernzuhalten, die sie nicht akzeptieren wollten.

Aber das Wasser des Sees wurde ihnen zum Verhängnis, als ein Sturm aufkam und ihr Boot umkippte. Orwin schlug mit dem Kopf auf einen Flesen auf und starb, während Sabina gerettet wurde. Als Sabina drei Tage später aufwachte und den Leichnam ihres Geliebten in der Schlosskapelle aufgebahrt sah, stieß sie einen riesen Schrei aus. Kurz darauf starb sie an einem Schock, und sie und Orwin wurden in einem Erdhügel auf dem Schlossgelände begraben.

Sabina spukt nun auf Schloss Ross, auf der Suche nach ihrem verlorenen Geliebten. Ihr qualvolles Wimmern soll auch heute noch gegen 3 oder 4 Uhr morgens im hinteren rechten Raum des Schlosses zu hören sein. Auch die Anwesenheit des Schwarzen Barons wurde von Besuchern in der Nähe des Schlosses schon mehrfach berichtet. Der Baron soll auch auf dem Gelände umherwandern und um seine tote Tochter trauern.


4. Grand Opera Haus in Belfast

Autor des Bildes: Agadant
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Grand Opera Haus in Belfast

Das luxöriöse Grand Opera House wurde 1895 in Belfast eröffnet. Obwohl das Gebäude während der Unruhen beschädigt wurde, ist es wieder in seiner ursprünglichen Luxuspracht restauriert worden. Verschiedene Geister spuken in diesem Theater, obwohl man die meisten von ihnen nicht identifizieren kann.

Theaterdarsteller haben oft Gesichter gesehen, die aus einem runden Fenster, im obersten Stockwerk zu ihnen hereinschauten. Mitarbeiter des Opernhauses haben gesagt, dass sie das Gefühl hatten, dass jemand hinter ihnen stand, obwohl niemand da war. Ganz besonders wenn sie auf der Bühne standen.

Schauspieler sagen, dass sie oft das Gefühl haben, im Bühnenbereich verfolgt zu werden. Der am häufigsten gesichtete Geist, ist eine mysteriöse Gestalt in einem langen, schwarzen Kapuzenmantel, der immer mal wieder auf der Bühne gesehen wird. Manche halten den Geist für einen ehemaligen Schauspieler, der noch darauf wartet, dass der Vorhang für seinen letzten Auftritt fällt.

Die Northern Ireland Paranormal Research Association untersuchte kürzlich das Grand Opera House und behauptet, mit den Geistern von Harry und George in Kontakt gekommen zu sein. Es ist ein verstorbenes Bühnenarbeiterpaar, das in den 1980er Jahren im Theater gearbeitet hat.

Geisterjäger haben auch eine fremde Frau identifiziert, die das Gebäude gereinigt hat. Und einen Elektriker, der für das Opernhaus gearbeitet hat.


5. Renvyle House Hotel, Connemara in County Galway

Autor des Bildes: Elisa.rolle
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Renvyle House Hotel, Connemara, County Galway

Heute ist das Renvyle House in Galway ein schönes Landhotel. Doch seine Gäste, darunter William Butler Yeats, haben in den Mauern des schönen Hotels gruselige Geistererscheinungen erlebt. Das Hotel hat eine bewegte Geschichte, denn es wurde in den 1920er Jahren von der IRA niedergebrannt.

Davor besaß der berühmte Dubliner Chirurg und Dichter Oliver St. John Gogarty dieses Anwesen. Mehrere von Gogartys Bediensteten erzählten von furchterregenden „Erscheinungen“ im Haus und sagten, dass Bettlaken auf unerklärliche Weise von den Betten flogen und Türen sich von selbst öffneten und schlossen.

Eines Nachts erlebte Gogarty sogar selbst etwas übernatürliches. Gogarty wurde von lauten, hinkenden Schritten im Flur geweckt, die sich langsam seiner Tür näherten. Er zündete eine Kerze an und ging den seltsamen Geräuschen nach. Aber sobald er den Korridor betrat, erlosch die Flamme und er war allein in der Dunkelheit.

Gogarty sagte, dass seine Glieder schwer wurden, als ob er „Gewichte an den Füßen hätte“. Die übernatürlichen Aktivitäten wurden immer stärker, als Gogartys bester Freund Yeats und seine Frau Georgia zu Besuch kamen. Yeats und seine Freunde saßen in der Bibliothek des Hauses, als plötzlich die Tür knarrend aufging. Obwohl seine Freunde geschockt waren, hob Yeats die Hand und rief: „Lasst gut sein, es wird weggehen, so wie es gekommen ist.“ Daraufhin knallte die Tür zu.

Später hielt Yeats eine Séance ab, bei der ein dunstiger Nebel erschien und schließlich die Gestalt eines rothaarigen, blassgesichtigen Jungen annahm, der etwa 14 Jahre alt war. Später fand er heraus, dass der Junge ein Mitglied der Familie Blake war, der das Haus ursprünglich gehörte.

Renvyle House wurde bald darauf von der IRA niedergebrannt. Aber es wurde wieder aufgebaut und man sagt, dass noch heute Geister durch seine Gänge streifen.


6. Malahide Castle, Malahide in County Dublin

Autor des Bildes: William Murphy from Dublin, Ireland
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Malahide Castle, Malahide in County Dublin

Viele Schlösser in Irland sollen Geister haben, aber Malahide Castle in Dublin hat ganze fünf Geister, die auf seinem Gelände herumspuken. Die Talbot-Familie baute das Schloss im Jahre 1185 auf und besaß es bis 1975. Während er die Burg besetzte, beging Corbett viele Gräueltaten. Eine davon war die Entweihung der Kapelle der alten Abtei in der Nähe des Anwesens.

Der Engländer wurde schließlich für seine Verbrechen gehängt und gevierteilt. Es wird gesagt, dass Corbetts Geist jedes Jahr auf dem Schlossgelände erscheint. Zunächst scheint die Geistererscheinung ein Soldat in einer Rüstung zu sein, doch schließlich soll er vor Ihren Augen in vier Teile zerfallen.

Einer der anderen interessanteren Geister von Malahide ist der Hofnarr der Talbots im 16. Jahrhundert, ein Mann namens Puck. Niemand hat jedoch gelacht, als Puck sich in die Adelige Lady Elenora Fitzgerald verliebte, die auf der Burg wohnte. Puck wurde eines Nachts außerhalb der Schlossmauern gefunden, mit einem Stich ins Herz. Bevor er starb, schwor der Narr, zurückzukommen und auf dem Schloss als Geist weiterzuleben.

Die berühmtesten Berichte über Pucks Geist stammen aus dem Jahr 1976, als der Inhalt des Schlosses verkauft wurde. Der „zwergenhafte“ Geist des Narren ist auch auf vielen Fotos zu sehen, die auf dem Schloss aufgenommen wurden.


7. Dobbins Inn Hotel, Carrickfergus, County Antrim

Dobbins Inn Hotel, Carrickfergus, County Antrim

Das Dobbins Inn Hotel ist einer der gruseligsten Orte Nordirlands. Das Hotel war ein Turmhaus, das im 13. Jahrhundert von Reginald d’Aubin gebaut wurde. Im 15. Jahrhundert wurde der Familienname in Dobbins geändert, und viele Familienmitglieder wurden zu wichtigen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

In den späten 1500er/frühen 1600er Jahren verliebte sich die schöne Elizabeth Dobbins, Ehefrau des damaligen Besitzers Hugh Dobbins, in einen gutaussehenden Soldaten, der auf einer nahe gelegenen Burg stationiert war. Die beiden begannen eine Affäre, bei der Elizabeth durch einen geheimen Tunnel hinter dem riesigen Steinkamin im heutigen Empfangsbereich des Hotels kroch und sich mit ihrem Soldaten namens „Buttoncap“ zu einem romantischen Rendezvous traf.

Der Ehemann erfuhr von ihre Affäre und ermordete beide mit seinem Schwert. Im Jahr 1946 wurde das Gebäude zum heutigen Dobbins Inn Hotel umgebaut, das von Elizabeths Geist bewohnt wird. Gäste wurden durch die Berührung einer unsichtbaren Hand, die ihr Gesicht streichelte, aus dem Schlaf gerissen.

Viele andere Gäste, haben eine geisterhafte Gestalt über den Empfangsbereich fliegen sehen, die anschließend in dem Schornstein des Steinkamins verschwunden ist. Einmal wurde ein Kellner, der im Restaurant des Hotels arbeitete, von einer Münze in den hinteren Teil des Beins getroffen, aber als er sich umdrehte, war der Raum menschenleer.

Es scheint, dass Elizabeth ihre Affäre fortsetzen will und sich von niemandem aufhalten lässt!


8.St. Michan’s Church in Dublin

St. Michan’s Church,  Dublin

St. Michan’s in Dublin ist aus verschiedensten Gründen berühmt. Die im Jahre 1095 gebaute Kirche beherbergt die Totenmaske des irischen Patrioten Wolfe Tone und die Orgel, auf der Händel vor seiner ersten Aufführung in Dublin sein Meisterwerk „Messiah“ übte. Der berühmte anglo-irische Philosoph Edmund Burke wurde hier getauft, und auch die Beerdigung des legendären nationalistischen Politikers Charles Stewart Parnell fand hier statt.

Aber St. Michan’s ist auch dafür bekannt, dass es hier spukt, weil die Mumien von St. Michan dort begraben wurden. In den dunklen Kirchengewölben, befinden sich gut erhaltene Leichen. Darunter die einer 400 Jahre alten Nonne, die Brüder der irischen Rebellion von 1798 John und Henry Sheares, sowie eine Leiche mit abgetrennten Händen und Füßen.

Obwohl die Leichen in der Krypta kalt und klamm sind, ist die Luft in dem Raum seltsam warm, was eigenartig ist. Viele Besucher erzählten, dass sie eiskalte Finger in ihrem Nacken spürten, wenn sie sich bücken, um sich die Leichen anzusehen.

Andere sagen, dass sie flüsternde Stimmen um sich herum gehört haben.

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