Gruselige Legenden, Sagen & Mythen aus der ganzen Welt.

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Gruselige Legenden, Sagen und Mythen aus der ganzen Welt. Die meisten dieser Legenden, sind aus alten Zeiten und sollen nur einen Zweck erfüllen, nämlich dem zu Lesenden in Angst und Schrecken versetzen. Diese Legenden sind natürlich frei erfunden und eher ein Mythos aus der alten Zeit, aber sie haben schon so manchen Leser oder Zuhörer eine schlaflose Nacht bereitet.

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1. Der Bludnik lockt Wanderer ins Moor

Der Bludnik lockt Wanderer ins Moor

Der Bludnik ist in den Wäldern von Oberlausitz in Sachsen beheimatet. Er ist ein schadenfroher Gnome, eine Art Zwerg, der bei Nacht und Nebel die Menschen so verblendet, daß sie vom Weg abkommen und sich in den tiefen der Wälder verirren. Anschließend taucht er aus dem Nichts auf, ist sehr nett und freundlich und bietet seine Hilfe an.

Aber dieser kleine fiese und gemeine Kerl, hat nicht die Absicht den Menschen zu helfen, sondern sie zu töten. Er führt sie zum nächstgelegenen Moor, wo sie dann langsam und qualvoll ertrinken. Es gibt auch Berichte darüber, dass er besonders netten Menschen, die ihm viel Geld geboten haben, wirklich unbeschadet nach Hause geholfen hat.

Es gibt aber noch eine andere gruselige Legende über den Bludnik, wo deutlich wird, wozu er noch fähig ist. Ein Verirrter versprach ihm einmal zwei Silbergroschen, wenn er ihn richtig nach Hause bringen würde. Der Bludnik war damit zufrieden und führte ihn zu seinem Haus. Dieser erfreute sich, als er aus der Ferne sein Haus sah und gab ihm statt der Versprochenen 2 Silbergroschen nur eine geringe Kupfermünze.

Der Bludnik nahm die Kupfermünze entgegen und fragte den Mann, „ob er wohl jetzt alleine nach Hause finden werde?“ Der Mann antwortete ganz fröhlich: „ja! denn ich sehe schon meine Haustür offen.“ Gut gelaunt, ging der Mann auf seine Haustür zu und fiel in das Moor….. denn es war alles nur eine Täuschung gewesen.


2. Gonger – Die Geister auf Sylt

Gonger - Die Geister auf Sylt

Mit der deutschen Inseln Sylt ist eine gruselige Legende / Sage verbunden, die von Gonger genannte Geister handelt, die nach ihrem Tod ihre Nachkommen aufsuchen.

Gonger sind unschuldig zu Tode gekommene Menschen, die unrechtmäßig Grundsteine versetzt oder Land abgepflügt bzw. verwüstet haben sowie Gotteslästerer, Selbstmörder und Personen, die sich selbst verflucht haben. Sie alle finden keine Ruhe in ihren Gräbern und kehren als Gonger zurück unter die Lebenden.

Die bekannteste Geschichte handelt von einem Schiffer, der zusammen mit seinen zwei Söhnen nach Holland segeln wollte. Da der jüngste Sohn kein gutes Gefühl bei der ganzen Sache hatte, bat er seine Mutter um Unterstützung, damit ihn der Vater von der beabsichtigten Segeltour ausschließt. Der Vater aber bestand eindringlich darauf und so blieben auch die Mühen der Mutter vergebens, ihrem jüngsten Sohn den Segelausflug zu ersparen.

Als sie auf dem Weg zum Hafen waren, sagte der Junge: „Denket an mich, wenn ihr über diese Steine geht.“ Noch in derselben Nacht verunglückten der Vater und seine Söhne auf dem offenen Meer. Die Schwester des Vaters, die in demselben Haus wie ihr Bruder wohnte und jede Nacht ein Brusttuch vor ihr Bett legte, entdeckte am Morgen nach dem Unglück drei Bluts-tropfen auf dem Tuch. Sie ahnte sofort, dass dies ein Zeichen dafür war, dass ihrem Bruder und seinen Söhne etwas Schlimmes zugestoßen sein musste und sie von ihnen in jener Nacht heimgesucht wurde.

Eine weitere Geschichte schildert einen Vorfall nach dem Tod einer Frau auf Sylt. Sie soll nach ihrem Begräbnis ihren Prediger so lange aufgesucht haben, bis er ihr eine Schere, Nadel und Zwirn ins Grab legte. Das hatte man nämlich bei ihrer Bestattung versäumt und es war damals bei den Frauen auf Sylt ein wichtiger Brauch.

Doch es gibt nicht nur Gonger, die ihre direkten Verwandten heimsuchen. Es gibt auch Gonger, die zwei bis drei Generationen überspringen und sich erst dann ihren Anverwandten zeigen. Sie übermitteln ihrer Familie dann Hinweise, damit sie ihre Person und Tod in Erinnerung behalten. In der Abenddämmerung oder in der Nacht erscheint der Geist dann in der Kleidung, in der er gestorben ist und schleicht um das Haus der Nachfahren herum.

Er betritt mit seinen vom Meerwasser getränkten Sachen deren Wohnstätten und löscht das Licht mit seiner bloßen Hand. Anschließend legt er sich zu den Schlafenden ins Bett auf ihre Decke. Ein großer Salzwasser-fleck auf der Bettwäsche weist dann am nächsten Morgen auf den Besuch hin. Das Ganze wiederholt sich so lange, bis die Erinnerung an ihn wachgerufen und sein Tod anerkannt wird.

Es heißt auch, dass man einem Gonger auf keinem Fall die Hand reichen darf, da sie sonst verbrennt, verkohlt und letztendlich abfällt.

Informationen und Bericht von © Fernando Calvo http://terra-mystica.jimdo.com


3. Die Mittagsfrau von Brandenburger Spreewald

Die Mittagsfrau von Brandenburger Spreewald
Bildquelle: humandescent.com/

Die Mittagsfrau treibt im Brandenburger Spreewald ihr Unwesen. Der Name klingt erst einmal nett, aber Vorsicht, diese gruselige Frau hat es in sich. Der Legende nach, soll sie Feldarbeitern, die um 12 Uhr Mittags in der heißen Sonne noch auf dem Feld arbeiten, regelmäßig erscheinen. Sie ist eine alte, schrumpelige Frau die aussieht wie eine Hexe.

Sie hat eine Art Sense in ihrer rechten Hand und schneidet ganz gerne mal dem ein oder anderen den Kopf ab. Sie läuft herum und sucht sich zwischen den Arbeitern ein Opfer heraus. Retten kann man sich nur, wenn man ihr eine Stunde lang ganz professionell von der Feldarbeit erzählt. Hält man diese Stunde nicht durch, oder kommt vom Thema ab, ist es um einen Geschehen und es rollen Köpfe.


4. Das Ungeheuer von Loch Ness

Das Ungeheuer von Loch Ness

Loch Ness See
Autor des Bildes: Rebel yell
Lizenz: CC BY 3.0
Original Bild

Das Ungeheuer von Loch Ness oder Nessie genannt, ist eine große, langhalsig und mit einem oder mehreren Buckeln versehnde Kreatur. Manche Menschen sagen, es sähe aus wie ein dinosaurierähnlichen Wesen. Beheimatet, ist diese Kreatur in dem Süßwassersee im schottischen Hochland.

Der See liegt in der Council Area Highland etwa zehn Kilometer südwestlich von Inverness im Great Glen und ist 37 Kilomenter lang und bis zu 230 Meter tief.

Am 12. November 1933 besuchten Hugh Gray und seine Frau einen Gottesdienst in einem kleinen Nachbardörfchen. Ihren Heimweg, traten die beiden zu Fuß an, der sie an dem berüchtigten Loch Ness See vorbeiführte. Als die beiden dort angekommen waren, wurde Hugh Gray auf ein riesiges Tier aufmerksam, dass in einer heftigen Wasserfontäne in den Loch Ness eintauchte.

Gray hatte durch Zufall seine Kamera dabei und schoss sofort ein Foto. Dies war die allererste Sichtung von Nessi, und das Ungeheuer von Loch Ness war geboren. Doch diese Sichtung an einem Wintertag im Jahre 1933, war bei weitem nicht die Letzte! Kurz nachdem Hugh Gray und seine Frau das Monster gesehen hatten, erzählte Mr.John Mackay im Nachbardorf herum, dass er diese Kreatur ebendfalls gesehen hätte, wie sie ganz ruhig und langsam über den See glitt.

In dem darauffolgenden Jahr, schilderte der Motorradfahrer W. Arthur Grant von seine Begegnung mit dem Ungeheuer von Loch Ness. Hier zeigte sich die Kreatur zum ersten Mal an Land. Laut dem Bericht von W. Arthur Grant, überquerte es die Straße und präsentierte sich im Mondlicht als Wesen mit einem langen Hals, einem kleinen Kopf und einem massigen Körper.

Es soll sich auf Schwimmflossen vorwärts bewegt und ein Schaf im Maul gehabt haben. Kaum hatte das Monster den See erreicht, tauchte es ein und verschwand. Bis heute, wollen viele Menschen darunter auch viele Touristen, dass Ungeheuer gesehen haben. Aber bis jetzt, gibt es keinen Wissenschaftlichen Beweis dafür, dass es Nessi wirklich gibt.


5. Der grüne Mann von Pennsylvania

Der grüne Mann von Pennsylvania
Bildlizenz:fair use

In den 50 Jahren, gab es eine wirklich gruselige Legende über einen grünen Mann, der in Pennsylvania sein Unwesen trieb. Der Mann hatte keine Augen, Nase und ihm fehlte der rechte Arm. Er war immer Nachts auf der Bundesstraße 351 unterwegs. Viele Leute fuhren damals die Bundesstraße 351 auf und ab, in der Hoffnung, diesen grünen Mann zu begegnen.

Und wenn man die Leute nach dem grünen Mann fragte, war es mal ein Geist, ein Zombie oder ein Dämon. Es gibt bis heute keine Berichte darüber, dass der grüne Mann, irgendjemanden etwas Böses angetan hat.

Später fand man heraus, dass der grüne Mann oder auch „Charlie No-Face“ genannt, ein ganz normaler Mensch gewesen ist. Sein Name war Raymond Robinson (29. Oktober 1910 – 11. Juni 1985 ) und er wurde in seiner Kindheit, durch einen schweren elektrischen Unfall schwer entstellt. Er traute sich tagsüber nicht aus dem Haus und machte Nachts immer lange Spaziergänge.

Robinson war neun Jahre alt, als er durch eine elektrische Leitung verletzt wurde. Er kletterte auf der Morado Brücke auf eine Stange, um nach einem Vogelnest zu greifen. Die Brücke trug einen Wagen und hatte elektrische Leitungen von 1.200 V und 22.000 V, die weniger als ein Jahr zuvor einen anderen Jungen getötet hatten. Robinson überlebte und widersetzte sich den Erwartungen der Ärzte, war jedoch schwer entstellt: Er verlor seine Augen, seine Nase und seinen rechten Arm.

Robinson verbrachte seine Tage zu Hause bei Verwandten, um Fußmatten, Brieftaschen und Gürtel zu verkaufen. Wegen seines Aussehens, wagte er sich tagsüber selten hinaus. Nachts machte er jedoch lange Spaziergänge auf einem ruhigen Abschnitt der Bundesstraße 351 und tastete sich mit einem Spazierstock ab. Regelmäßig versammelten sich Gruppen von Einheimischen, um ihn auf der Straße zu suchen.

Robinson versteckte sich normalerweise vor seinen neugierigen Nachbarn, tauschte aber manchmal ein kurzes Gespräch oder ein Foto gegen Bier oder Zigaretten aus. Einige waren freundlich, andere grausam, aber keine seiner Begegnungen hielt Robinson von seinen nächtlichen Spaziergängen ab. Er wurde mehr als einmal von Autos angefahren.

In den letzten Jahren seines Lebens stoppte er seine Spaziergänge und zog sich in das Beaver County Geriatric Center zurück, wo er 1985 im Alter von 74 Jahren starb.

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