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Kurze Gruseligeschichte: Das Etwas das am Fenster stand

Kurze Gruselgeschichten
4.4
(42)

Das Etwas das am Fenster stand
~Eine Kurzgeschichte von the_magicians_eye

Die Zeiten waren nach der Krise alles andere als Leicht geworden.
Die Armen wurden immer Ärmer und die Straßen waren immer unsicherer.

Er arbeite als Beamter in einer ertragslosen Einrichtung am Rande der Stadt und das von Früh bis Spät.
Wenn die Nacht die Straßen in ein pechschwarzes Dunkel tauchen ,weisen nur mehr die seicht leuchtenden Straßenlaternen den Weg.

Doch auf dieser einen Straße, da leuchtete die Laterne nicht, da gab es nicht einmal ein flackern und daher war es Trüb und Dunkel.
Da ging er die Straße entlang in der Hoffnung bald zuhause zu sein.
Doch da wanderte sein Blick, auf die Fassaden der umliegenden Häuser.

Da war etwas am Fenster.
Da stand etwas am Fenster.

Es war so zappenduster das er noch lange an die verwitterte Glasscheibe starrte.
Es war so Finster, aber da war doch was.
Irgendwas war da. Sein Blick wich nicht ab als…
Plötzlich erklang das laute Surren, des Weckers auf seiner Armbanduhr.
Wie lange hatte er wohl schon aufs Fenster gestarrt?
Schnurstracks marschierte er nach Hause.

Am nächsten Morgen ging er am gleiche Gebäudetrakt vorbei, doch waren die Vorhänge jenes Fensters zugezogen worden und mit ungestillter Neugier kam er schließlich bei der Arbeit an.

Es war die Immer gleiche sich wiederholende Mühseligkeit.
Er hörte beiläufig wie sich 2 Kollegen darüber unterhielten wie furchtbar es doch sei, dass die kleine Tochter einer Bekannten seit Tagen vermisst wird.
Der Mond wachte unheilvoll über die unzähligen Dächer der Stadt als er das Firmengelände verließ.
Wieder wich er auf jene Seitenstraße aus und gelang langsamen Schrittes auf jene Laterne zu, die einfach nicht leuchten wollte.
Mit trägen Augen blickte er erneut an die Häuserwand, hinauf in den 2 Stock, zum gleichen Fenster von Gestern.
Vom Vorhang war keine Spur.

Wieder blickte er in einen Mantel aus Dunkelheit.
Wieder Versuchte er mit zugekniffenen Augen zu erkennen was es war, was sich da hinter der Fensterscheibe aufbahrte.
Er erkannte schließlich eine Figur, sehr dünn und doch unförmig.

Ein Körper.

Er erschauderte, fixierte seinen Blick aber weiterhin, in der Hoffnung mehr von jener Gestalt zu ergründen.
Schemenhaft wie Still und doch war immer mehr ein klares Bild zu erkennen.

Ein Kopf.

Er sah etwas das einen Gesicht glich. Die Augen waren nach ihnen gewölbt, die Nase eingedrückt und Knopfartig ,wo sich Lippe und Mund befinden sollte war nur ein Loch.

Es schaute zurück.

Als er zuhause angekommen war atmete er lang und erschöpft aus.
Es schien ihm so, als hätte er erst als er mit seiner zittrigen Hand die Tür geöffnet hatte, wieder Luft bekommen.
Gänsehaut zog sich über seinen ganzen Körper und er war sich unschlüssig was er da am Fenster gesehen hatte.

Er schlief erst recht spät ein.
Zum einen wegen dem gerade erlebten zum anderen weil es so laut war.
Aus den Obergeschoss drangen Geräusche an sein Ohr die er sich nicht erklären konnte. Es klang wie eine Unterhaltung in einer Sprache, die er zuvor noch nie gehört hatte.
Dabei kannte er seine Nachbarn, sie waren auch von hier.

Am nächsten Tag machten sich die fehlenden Stunden Schlaf am zermürbten Leibe bemerkbar.
Schwere machte sich auf seinen Augenliedern breit und Trotzdem hielt er bis zum Einbruch der Nacht und dem Ende seiner Schicht durch.

Erschöpft wankte er an den Gassen und Straßen voran bis er sich schließlich wieder an jener verfluchten Häuserreihe befand, wo er ES gesehen hatte.
Als er seine mit Vorsicht bedachten Schritte tat, merkte er das, dass Licht der Laterne erstrahlte.
Sie muss repariert worden sein.
In der Hoffnung einem Hirngespinst erlegen zu sein eilte er zu diesem Laternenmast und blickt in jenes Fenster im Zweiten Stock.

Seine Augen schauten angestrengt hinter die zerkratzte Glasscheibe.
Er schluckte
Denn dieses mal war der Blick Klar, die Dunkelheit durch das milde schimmernde Licht vertrieben.

Da stand ein Kleiderständer am Fenster.
Ein Dicker Mantel hing an seinen Haken.

Er rieb an seine Augen mit beiden Händen und seinen spröden Lippen entwich ein kleines Lachen.
So wendete er sich vom Fenster ab und ging erleichtert die Straße entlang.

Er kam nie zuhause an.

Lizenz: CC-BY-SA | Author: the_magicians_eye
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hahaha gruselig finde ich die nicht aber interessant.

Juhuuh,danke dir Ella!
Bei meiner Halloween-Party hat die auch für reichlich Gänsehaut gesorgt!

Zuletzt bearbeitet 1 Monat zuvor by the_magicians_eye

Sehr gruselige 😱Geschichte hervorragend für meine Halloween Party🎃 danke dir

Coole Geschichte mal etwas anders. Das spannende ist nur wo er geblieben ist?

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