Ein Paket mit der Aufschrift „Zurück zum Absender“

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Gruselgeschichte - Ein Paket mit der Aufschrift

Mein Nachbar ist einer von diesen völlig verrückten Möchtegern Youtuber, die alles tun, um ein bisschen Aufmerksamkeit zu bekommen. Im Laufe der Jahre habe ich gesehen, wozu er alles fähig ist. Einmal habe ich gesehen, wie er flach auf der Motorhaube seines Autos lag, und der Wagen mit ihm zusammen die Straße herunterrollte, während er dabei schrie: „Das macht doch einen riesen Spaß“.

Ich habe all die Jahre einfach nur mit dem Kopf geschüttelt, wenn ich gesehen habe, was er wieder für dummes Zeug anstellte, nur damit er von irgendwelche Leuten, die er nichtmal kannte, Aufmerksamkeit bekam. Neulich klopfte er an meine Haustüre und sagte mir, dass er für ein paar Wochen verreisen würde und bat mich seine Post entgegenzunehmen.

Man war ich in diesem Moment erleichtert, als ich erfahren habe, dass ich jetzt endlich ein paar Wochen Ruhe hatte von seinen blöden und vor allem lebensgefährlichen Stunts. Da ich ein netter Mensch bin, sagte ich natürlich ja. In den ersten Tagen war noch alles normal. Er bekam ein paar Rechnungen, ein bisschen Spampost und ich glaube ein paar Zuschriften, seiner ebenfalls verrückten „Youtube Fans“.

Aber dann kam ich eines Abends nach Hause und sah ein riesiges Paket auf seiner Veranda stehen. Ich bin sofort dort hingegangen und habe mir dieses große Paket genauer angesehen. Auf diesem Paket stand in großen roten Buchstaben: „Zurück zum Absender“.

Ich beschloss, dass Paket in meine Garage zu stellen. Als ich versuchte es hochzuheben, war ich doch sehr überrascht wie schwer es war. Ich bin kein Schwächling oder so etwas in der Art, aber als ich mit dem Paket an meiner Garage angekommen war, war ich völlig außer Atem und mir taten die Knochen weh. So ein schweres Paket habe ich noch nie gesehen, und ich machte mir natürlich über den Inhalt so meine Gedanken.

Leider war mein Garagentor seit einigen Wochen kaputt, und es war immer ein riesen Qual dieses zu öffnen. Ich musste wirklich mehrmals gegen das Tor treten, manchmal minutenlang dran ziehen, zerren oder hin und her wackeln, bis es endlich aufging. Und das schlimmste war, dass sich das Tor nur mit einem extrem lauten quietschenden Geräusch öffnen ließ. Mir taten jedesmal die Ohren weh.

Als das Garagentor endlich offnen war, wusste ich erst garnicht wo ich das schwere Paket hin packen sollte. Meine Garage hatte ich nämlich mit allerlei Gerümpel voll gestellt. Ich entschied mich dazu, dass Paket in die rechte Ecke zu stellen, direkt neben einer 2 Meter hohen Steinstatur.

Bei dieser Gelegenheit, blieb ich noch ein paar Minuten dort und dachte darüber nach, überflüssiges zu entsorgen. Doch dann geschah es, in einem kurzen abgelenkten Moment, rutschte ich auf einer alten vergammelten Bananenschale aus und stieß mit meiner linken Schulter gegen die Steinstatur. Diese kippte um und krachte auf das schwere Paket meines verrückten Nachbarn.

Beim Aufprall hörte ich ein leises Knacken aus dem Paket!

“ Scheiße, Scheiße „, fluchte ich.

Ich hoffte natürlich, dass nichts wertvolles kaputt gegangen war, dachte aber auch, dass ich meinen Nachbarn nichts davon erzählen würde. Wie sollte er schon beweisen können, dass ich das war. Also verließ ich die Garage und machte hinter mir das Tor wieder zu, welches beim herunterziehen wieder so laut quietschte und ächzte, dass ich dachte meine Ohren fallen ab.

Nach etwas über einer Woche, saß ich morgens in meiner Küche, war am frühstücken und bemerkte ganz plötzlich einen richtig ekelhaften, muffigen, teils nach fäulnis richenden Gestank, der sich in meiner Küche breit machte. Ich habe noch nie den Gestank eines Stinktieres gerochen, aber genauso stellte ich es mir vor.

Dieser Geruch war so wiederlich, dass ich mein Frühstück abbrach, um die Quelle dieses Gestankes zu suchen. Zuerst lief ich durch das komplette Haus, konnte aber nichts finden. Dann öffnete ich meine Haustüre und ging rüber zu meiner Garage. Schon auf dem Weg dorthin, wurde dieser muffige Gestank nach fäulnis oder so etwas in der Art immer intensiver.

Als ich das Garagentor öffnete, hätte ich mich beinahe übergeben müssen. Das Übel war schnell identifiziert. Dieser schreckliche Gestank kam aus dem Paket meines Nachbarn, welches sich in der rechten Ecke neben der Steinstatur befand. Mir blieb nichts anderes übrig, als das Paket zu öffnen und hineinzuschauen. Ein schlechtes Gewissen hatte ich schon, aber bei diesem schrecklichen Gestank, blieb mir keine andere Wahl. Ich musste es tun!

Da ich diesen Gestank nicht länger ertragen konnte, bin ich erst zu meinem Haus zurück gerannt, um mir eine Wäscheklammer zu besorgen. Diese klammerte ich sofort auf meine Nase, in der Hoffnung, diesen ekelhaften, muffigen nach fäulnis Gestank nicht mehr riechen zu müssen. Als das vollbracht war, rannte ich wieder zurück zur Garage, nahm mir eine Schere aus meiner Werkbank und schnitt vorsichtig das Paketband von oben auf.

Langsam öffnete ich das Paket. Ich werde diesen Moment, indem ich von oben in das Paket hinabblickte, niemals vergessen… In diesem Paket lag mein verrückter Nachbar und zwar tot!!! Es war ein furchtbarer Anblick, wie in einem Horrorfilm. Er lag dort zusammengerollt in Embryostellung. Sein Mund und seine Augen waren weit augerissen, so als hätte er noch versucht zu schreien.

Der Schock sah’s tief, ich war verwirrt, am hyperventilieren und am ganzen Körper am zittern. Ich konnte mich kaum auf den Beinen halten und habe lange gebraucht, bis ich wieder so klar im Kopf war, um die Polizei zu rufen. Diese kam sofort vorbei und nahm mich natürlich mit zur Wache.

Zum Glück wurde der Polizei schnell klar, dass ich nichts mit dem Tod meines Nachbarn zu tun hatte. Aber es gab noch einen wirklich brauchbaren Beweis, der meine Unschuld bewies; nämlich die Vlogging-Kamera meines Nachbarn. Die Polizei hatte mir die Aufnahmen von der Kamera einmal gezeigt. Ich bin nicht sicher, ob sie das durften, aber das ist ja nicht mein Problem.

Mein Nachbar saß in diesem Paket vor einer Schiffahrtsanlage und lachte, als er der Welt erzählte, wie er sich über Staatsgrenzen hinweg verschicken würde. Er hatte Pipi-Flaschen, Essen, ein Kissen und ein paar Taschenlampen dabei. Sein Freund – ein Typ, den ich mehrmals bei ihm gesehen hatte, der ihm öfters bei seinen Stunts geholfen hatte, schloss den Deckel und setzte ihn vermutlich zum Versand ab.

Während der nächsten paar Stunden… oder Tage, ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, hatte mein Nachbar ein paar kurze Clips über seine Fortschritte aufgenommen. Er sagte ganz leise:“ Ich glaube ich bin jetzt in einem Lagerhaus oder so etwas in der Art. Ziemlich warm hier „. Dann hörte mann nur noch, wie etwas mit voller Wucht auf das Paket fiel – ein kurzes abruptes “ AHH “ und dann nur noch Totenstille. Er brach sich das Genick und war tot.

Eines habe ich der Polizei nicht gesagt, nachdem sie mir das Video gezeigt hatten. Eine Sache, die ich in dem Video gehört habe, wird mich bis zu meinem Tod verfolgen. Kurz nach dem Sturz, der ihm das Genick brach, hörte ich das vertraute Quietschen meines Garagentors.

Diese Gruselgeschichte wurde geschrieben von: manen_lyset von reddit.com

Das original in Englisch


 

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