Wahre Gruselgeschichte: SOS Das Notsignal

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Wahre Gruselgeschichte - SOS Das Notsignal

Kategorie: Wahre Gruselgeschichten    |    Hinzugefügt von Arne aus Zürich am 16.02.2017

1998 war ein aufregendes Jahr für mich. Ich wurde in meinem Job befördert und bekam eine dicke Gehaltseröhung. Was jetzt noch fehlte, war eine eigenen Wohnung, da ich mit meinen 30 Jahren immer noch bei meinen Eltern lebte. Also suchte ich mir eine kleine gemütliche 2 Zimmer Wohnung, direkt im Ergeschoss. Es war ein schönes Häuschen im grünen, abseits der Straße, in dem 6 Parteien wohnten.

Ich lebte mich schnell ein und fühlte mich in meiner neuen Wohnung eigentlich recht wohl, bis auf die Tatsache, dass der Mann der über mir wohnte, sich mir gegenüber sehr eigenartig verhielt. Immer wenn er mich sah, lief er schnell mit gesenkten Kopf an mir vorbei und sagte nicht einmal Hallo oder Guten Tag zu mir.

Aber das war nicht das seltsamste an ihm, damit konnte ich leben. Wer weiß welche Probleme dieser Mann hat und was er im Leben durchgemacht hatte, dachte ich mir. Aber eine Sache störte mich wirklich und machte mich sehr nachdenklich. Jede Nacht wurde ich von einem merkwürdigen geklopfe wach. Das Klopfen war direkt über mir, und kam aus der Wohnung von diesem seltsamen Kerl.

Es war immer ein gleichbleibendes rhythmisches Klopfen, so als würde mir jemand etwas mitteilen wollen. Die erste Woche, war es höchstens 20 Minuten zu hören. Aber dann, hörte ich dieses merkwürdige Klopfen stundenlang und konnte nicht mehr einschlafen. Auf der Arbeit hörte ich schon Sprüche wie: „Geh mal eher schlafen“ oder „du siehst total fertig aus“.

Ich redete mit meinen Arbeitskollegen darüber und die sagten mir sofort, ich solle mich bei dem Vermieter über ihn beschweren. Sofort beschweren, fand ich blöd und ich entschloss mich erstmal, den persönlichen Kontakt zu diesem seltsamen Mann zu suchen. Auch wenn ich mich bei dieser Sache nicht wohl fühlte und ein wenig nervös war, bin ich nach der Arbeit die Treppen hoch, stand bei ihm vor der Haustüre und musste erstmal feststellen, dass dort nirgends eine Klingel zu finden war.

Also klopfte ich gegen die Türe, aber niemand öffnete mir. Ich klopfte ein zweite mal, aber auch diesmal blieb die Türe zu, obwohl ich in der Wohnung irgendwelche Geräusche gehört habe! In der folgenden Nacht, bin ich wie in den letzten Wochen, wieder von diesem merkwürdigen Klopfen wach geworden.

Aber dann hatte ich die Idee. Ich nahm das Klopfen mit meinem Handy auf. Am nächsten Tag auf der Arbeit, hörten sich meine Arbeitskollegen die Aufnahme an, und fanden dieses Klopfen auch recht merkwürdig. Doch dann kam der Abteilungsleiter ins Büro, und sah uns alle beisammen stehen. Er fragte sofort was hier los sei, und ich erzählte auch ihm die Geschichte mit dem merkwürdigen Klopfen.

Als ich ihm die Aufnahme vorspielte, sagte er sofort, dass das ein Hilferuf wäre! Er sagte auch noch, drei mal kurz, drei mal lang, drei mal kurz, würde SOS bedeuten! Nachdem er das gesagt hatte, wurde ich extrem nervös und bekam Panik. Ich durfte natürlich sofort die Polizei anrufen und erzählte ihr alles.

Der Polizist war am Telefon erstmal ganz gelassen, und versprach mir, dass sie sich darum kümmern werden. Als ich von der Arbeit nach Hause fuhr, und von meiner Wohnung noch ca 200 Meter entfernt war, sah ich, dass die halbe Straße mit Polizeiautos vollgestopft war, sodass ich Mühe hatte hindurch zu kommen.

Als ich dann vor meinem Haus parkte und ausstieg, kamen mir schon zwei Polizisten entgegen. Ich stellte mich natürlich sofort vor und fragte höflich was los sei. Als der Polizist anfing zu erzählen, lief mir ein eiskalter Schauer über den Rücken und ich bekam derbe Schuldgefühle.

Der seltsame Mann der über mir wohnte, aus dessen Wohnung ich jede Nacht dieses Klopfen gehört habe, hat in seinem Schlafzimmer, wie sich nachher herausstellte, monatelang einen anderen Mann gefangen gehalten und übelst gefoltert. Als die Polizei den Mann fand, war er völlig abgemagert, der ganze Körper war mit Wunden übersäht und voller Blut. Des Weiteren war der Mann nicht mehr wirklich ansprechbar und war nur leise am stöhnen.

Die Verletzungen waren so schlimm, dass er noch am selben Tag im Krankenhaus verstarb. Ich fand das so furchtbar, dass ich Tag und Nacht an nichts anderes mehr denken konnte. Meine Schuldgefühle waren so groß, dass ich für eine lange Zeit in Therapie war und nicht mehr arbeiten gehen konnte. Schließlich wurde direkt über mir, wochenlang ein Mann gefoltert und ich habe das nicht gemerkt. Hätte ich dieses merkwürdige Klopfen doch mal eher aufgenommen, dann wäre der Mann heute noch am leben! Ich fühle mich so Schuldig!


 

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