Die Menschenversuche von Josef Mengele – Der Todesengel

Die Menschenversuche von Josef Mengele

Wer war der Josef Mengele?

Dr. med. Josef Mengele, geboren 1911 in Günzburg, war ein deutscher Mediziner und SS Arzt im Konzentrationslager Auschwitz. Er wurde auch „der Todesengel“ genannt und war bekannt für seine Menschenversuche an Kindern. Mengele hatte sich 1940, im 2 Weltkrieg freiwillig zur Waffen SS gemeldet und wurde im Mai 1943 Lagerarzt in Auschwitz.

Im Konzentrationslager, sortierte er die Menschen aus und entschied darüber, wer zu Zwangsarbeit ging und wer in den Tod. Zehntausende, vor allem Juden, schwache und alte Menschen, wurden erschossen oder in die Gaskammer geschickt. Mengele genoss ein hohes Ansehen im Lager und hatte mehr Befehlsgewalt, als manch anderer.

Des Weiteren, führte er bestialische Menschenversuche an KZ Häftlingen durch, die in der heutigen Zeit undenkbar wären. Es fing an mit Amputationen von Gliedmaßen, aber ohne Narkose, Injektionen chemischer Substanzen in das Herz, Injektionen von Krankheitserregern und noch viele weitere grausame Sachen. Oft tötete er die KZ Häftlinge nur, um die Körper später zu sezieren. Die Opfer erlitten unvorstellbare Höllenqualen. Überlebende aus dem Konzentrationslager, berichteten später, dass die furchtbaren Schreie, aus Mengeles Räumlichkeiten nicht zu ertragen waren.

Mengele und die Zwillingsforschung

Mengele und die Zwillingsforschung

Grausame Menschenversuche an Kinder

Grausame Menschenversuche an Kinder
 
Mengele interessierte sich ganz besonders für eineiige Zwillingskinder im Alter von 1-13 Jahren. Sie wurden als menschliche Versuchskaninchen benutzt und mussten grausame Torturen über sich ergehen lassen, bis hin zum Tod. Direkt bei der Ankunft in Auschwitz, wurden die Menschen aussortiert und Zwillingskinder wurden in die speziell dafür vorgesehene Baracke gesperrt. Die Baracke war ein ehemaliger Pferdestall mit dreistöckigen Betten und im Boden war eine Latrine eingebaut.

Anschließend, mussten sich die Kinder komplett entkleiden und wurden von Mengeles Mitarbeiter stundenlang untersucht. Es wurden Finger, Arme, Beine, Körper und Ohren vermessen. Wer sich weigerte, dem wurde gesagt, dass man ihn töten werde, wenn er nicht das tue was man von ihm verlange. Mengeles Mitarbeiter, waren kalt und herzlos und hatten kein Mitgefühl mit den Kindern, geschweige denn Empathie.

Mehrmals in der Woche, wurden die Kinder in das Labor geschickt und es wurde ihnen Blut abgenommen. Manchmal so viel, dass einige von ihnen dass Bewusstsein verloren. Es wird vermutet, dass die Nazis wissen wollten, wie viel Blut ein Mensch verlieren kann, ehe er daran stirbt.

Oft wurden den Kindern Krankheitserreger injiziert, von denen bis heute unklar ist welche es wirklich waren. Nach der Injektion, wurden die Kinder zum Sterben auf eine spezielle Krankenstation verlegt. Wenige Tage später, wurden sie schwer krank und bekamen hohes Fieber, Schüttelfrost und bei einigen schwollen die Gliedmaßen an und sie hatten schwere Atemnot, bis hin zu Erstickungsanfällen. In regelmäßigen Abständen wurde Fieber gemessen und der Krankheitsverlauf genau protokolliert.

Es gab weder zu Essen noch zu trinken, sodass viele von ihnen qualvoll verdursteten. Starb ein Kind, war es automatisch das Todesurteil für sein Zwilling. Dieser wurde ebenfalls getötet und das meist durch eine tödliche Injektion in das Herz. Und das nur, damit Mengele an den Körpern der Zwillinge vergleichende Autopsien durchführen konnte. Auf diese Art und Weise starben die meisten Zwillinge.

Mengele hatte einen großen Vorrat an menschlichen Versuchskaninchen in seinem Lager. Wenn ein Zwillingspaar bei den Menschenversuchen gestorben war, kam ein neues Zwillingspaar mit dem nächsten Transport. Bis heute ist unklar, wie viele Kinder er tatsächlich getötet hat. Schätzungen zufolge könnten es bis zu 3000 sein.

Auch heute, weiß man immer noch nicht genau, was Mengele den Zwillingen wirklich angetan hat. Man weiß auch nicht, welche Krankheitserreger er den Kindern gespritzt hat und warum alle Gliedmaßen so penibel vermessen wurden. Mengele soll nämlich, bei seiner späteren Flucht aus Auschwitz, Unterlagen mitgenommen und diese vernichtet haben.

Es wird vermutet, dass es sich bei den Vermessungen aller Gliedmaßen, um „polysymptomatische Ähnlichkeitsdiagnosen“ gehandelt hat, sagt Carola Sachse die Leiterin eines Forscherteams. Diese Methode wurde von dem Mediziner Otmar Freiherr von Verschuer entwickelt und diente unter anderem dazu, zu bestimmen, ob Zwillinge eineiig oder zweieiig sind. Wahrscheinlich wollte Mengele in Auschwitz das Messraster verfeinern.
 
 

Die Zeit nach dem 2 Weltkrieg

Josef Mengele war ein Teufel, den man zurecht den Todesengel von Auschwitz nannte und der für seine grausamen Menschenversuche, nie zur Rechenschaft gezogen worden war. Nach Ende des 2 Weltkrieg, wurde er international als Kriegsverbrecher gesucht, jedoch nie gefasst. Erst in den frühen 60 Jahren, während der Ermittlungen zu den Auschwitzprozessen, rückte er ins engere Blickfeld der Strafverfolger. Davor hatte er einige Jahre unter seinem echten Namen in Argentinien gelebt.

Als die internationale Suche nach NS-Verbrechern beginnt, flüchtet Mengele von Argentinien nach Paraguay. Kurze Zeit später, erfährt er über die Medien, dass Adolf Eichmanns von dem israelischen Geheimdienst entführt wurde und flüchtet nach São Paulo (Brasilien). Dort lebte er unter einem falschen Namen, versteckt und kaum Kontakt zur Aussenwelt, in einem kleinen ärmlichen Dorf bis zu seinem Tod.

Mengele starb 1979 beim Schwimmen im Badeort Bertioga bei São Paulo an einem Schlaganfall. Im Frühjahr 1985, gelingt es Ermittlern, Mengeles Grab aufzuspüren. Die Überreste wurden exhumiert und einer gerichtsmedizinische Untersuchung vollzogen. Anhand des Skeletts und des Zahnschemas, wird anschließend seine Identität ermittelt.


 

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