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Gruselgeschichte: Der erste Schultag.

Gruselgeschichte: Der erste Schultag
Quelle: pexels.com
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Der erste Schultag an einer neuen Schule, ist für jeden Schüler immer sehr aufregend. Aber mein erster Tag war nicht nur aufregend, sondern auch der reinste Alptraum.

Ich war 14 Jahre alt und bin mit meiner Familie in eine andere Stadt gezogen, weil mein Vater dort einen sehr gut bezahlten Job bekommen hatte. Leider sind wir in den Sommerferien umgezogen, deswegen hatte ich kaum Freizeit und musste natürlich auch mit anpacken.

Als wir mit der Einrichtung unserer neuen Wohnung fertig waren, gingen die Sommerferien langsam dem Ende zu und ich bereitete mich auf meinen ersten Schultag vor.

Man war ich nervös und aufgeregt…. ich habe die Nacht kaum geschlafen und mich im Bett nur hin und her gewälzt. Als dann meine Mutter morgens in mein Zimmer kam, um mich für die Schule zu wecken, wollte ich erst gar nicht aufstehen und verkroch mich unter meiner Bettdecke. Aber ich musste ja!

Die größte Angst hatte ich vor diesem Moment, wo ich im Klassenzimmer stehe und die Lehrerin mich den Schülern vorstellt. Der Gedanke war furchtbar für mich und machte mich total nervös. Einen Stundenplan hatte ich vorher schon bekommen und die Info das ich mich im Klassenzimmer 110 melden soll.

Das gute war, dass die Schule nur 10 Minuten Fußweg von unserer neuen Wohnung entfernt war. Nervös machte ich mich um 7:30 Uhr auf den Weg dorthin.

Als ich dort ankam, ging ich die Tür hinein und lief durch die großen Gänge der Schule und suchte nach dem Klassenzimmer 110. Aber es war wie ein Labyrinth. Ich hatte schnell die Orientierung verloren und wusste nicht mehr so recht wo ich mich befand.

Dann läutete die Glocke und die Schüler rannten an mir vorbei, zu ihren Klassenzimmern. In weniger als einer Minute, waren die Gänge menschenleer und ich kam der Verzweiflung immer näher. Schließlich lief ich in den nächsten Gang und stand plötzlich vor zwei alt aussehenden hölzernen Doppeltüren.

Ich drückte fest dagegen und mit einem knarrenden Geräusch öffneten sie sich und ich ging hindurch. Aber was ich dann sah, war recht seltsam… Ich befand mich nun in einem alten riesigen staubigen Gang, wo die Spinnenweben nur so von der Decke herunterhingen. Aber das Schlimmste war der Gestank von Schimmel und Feuchtigkeit.

Ich wollte mich gerade wieder umdrehen, um zurückzugehen, als mir die Zahlen an den Klassenzimmern auffielen.

„101, 102, 103…“

Also lief ich diesen alten staubigen Gang entlang, solange bis ich vor dem Raum 110 stand. Es war wirklich seltsam. Die Tür war voller Staub und Spinnenweben und ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich jemand in diesem Klassenzimmer aufhält, geschweige denn ein Unterricht stattfindet.

Vorsichtig lauschte ich an der Tür und hörte eine Frauenstimme reden. Komisch, dachte ich mir. Ich zögerte einen kurzen Moment und öffnete leise die Tür und ging hinein. Links von mir saßen ungefähr 15 Schüler und auf der rechten Seite neben der Tafel stand die Lehrerin und war am reden.

Das seltsame war, dass mich niemand beachtete, weder die Schüler noch die Lehrerin. Es war so als wäre ich unsichtbar. Unbeholfen stand ich neben der Tür und wollte mich bei der Lehrerin für mein zu spät kommen entschuldigen, aber sie drehte mir einfach den Rücken zu und fing an etwas an die Tafel zu schreiben.

Das verwirrte mich und ich wusste nicht was los war. Ich suchte mir hastig einen freien Platz im Klassenzimmer und setzte mich schnell hin. Weil ich nervös und unsicher war, hielt ich meinen Kopf gesenkt um keine Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen.

Die Lehrerin hatte ihren Namen bereits an die Tafel geschrieben.

Es war Frau Taylor.

Nach einer gefühlten Ewigkeit hörte ich endlich den erlösenden Gong und der Unterricht war zu Ende. Die Schüler sprangen von ihren Plätzen und rannten fröhlich und lachend nach draußen. Das wirklich merkwürdige war, dass mich immer noch keiner wahrgenommen hatte… Was ist denn bloß los hier…, dachte ich.

Ich stand als letztes auf und schlich mich schnell an Frau Taylor vorbei, die gerade ihre Tasche packte und mich immer noch nicht bemerkt hatte. Ich lief den Gang entlang und suchte nach einem Ausgang. Plötzlich hörte ich jemand meinen Namen rufen und drehte mich um.

Ein Lehrer kam auf mich zu und runzelte die Stirn.

„Du! Ja genau Du! Du bist doch die neue Schülerin oder?“, fragte er mich.

„Äm… Ja“, antwortete ich.

„Wo bist du denn gewesen? Ich habe den ganzen Tag nach dir gesucht! Warum bist du nicht im Unterricht erschienen?“, fragte er in einem unfreundlichen Ton.

„Aber ich war im Unterricht“, sagte ich zu ihm.

„In welche Klassenzimmer denn“, fragte er mich skeptisch.

„Bei Frau Taylor im Raum 110“, sagte ich zu ihm.

Die Augen des Lehrers weiteten sich und er bekam einen Wutanfall.

„Findest du das lustig?!“, schrie er mich an. Noch bevor ich antworten konnte, schrie er mich erneut an:

„So jetzt geh mir aus den Augen. Ich will dich heute nicht mehr sehen!“

Ich war total verwirrt und fragte mich auf dem Nachhauseweg immer wieder, was ich falsches gesagt hatte. Als ich zu Hause ankam, ging ich sofort in mein Zimmer und schaltete meinen Laptop ein. Ich googelte nach dem Namen der Schule und der Lehrerin Frau Taylor.

Schon der erste Suchtreffer, erschreckte mich zutiefst und mein Herz fing wie verrückt an zu rasen.

Ich sah einen alten Nachrichtenartikel, über ein schreckliches Massaker, dass vor 20 Jahren an dieser Schule stattgefunden hatte.

Ein Wahnsinniger ist morgens in die Schule eingedrungen und hat in einem Klassenzimmer alle Schüler und die Lehrerin mit einer Pistole erschossen.

Es gab auch Fotos vom Klassenzimmer und den Opfern, von diesen schrecklichen Morden. Zitternd vor Angst blickte ich in die lächelnden Gesichter von Frau Taylor und allen Schülern, mit denen ich zusammen im Unterricht gewesen war.

Mir wurde Speiübel im Magen. Meine Hände zitterten wie verrückt und ein Schauder durchlief meinen Körper. Ich habe in der darauffolgenden Nacht kaum geschlafen und war morgens völlig fertig und durchgeschwitzt.

Am nächsten Morgen hatte ich viel zu viel Angst, um wieder in die Schule zu gehen. Ich nahm all meinen Mut zusammen und erzählte meinen Eltern was passiert war. Meine Eltern äußerten sich seltsamerweise überhaupt nicht dazu, sondern riefen in der Schule an und entschuldigten mich für ein paar Tage.

Als ich mich nach einer Woche immer noch weigerte zur Schule zu gehen, meldeten sie mich an einer anderen Schule an.

Nach einer Weile gelang es mir fast, dieses gruselige Erlebnis zu vergessen und mein Leben normal weiterzuführen, aber dann…..

lag ein Brief für mich im Briefkasten, der speziell an mich adressiert war. Auf dem Brief befand sich weder ein Stempel noch eine Absenderadresse. Dieser Brief kam definitiv nicht mit der normalen Hauspost!

Ich öffnete ihn und zog eine bedruckte Karte heraus. Auf der Karte war die Schule abgebildet, wo die schrecklichen Morde geschahen… ABER… als ich die Karte umdrehte fingen meine Hände erneut an zu zittern.

Es war eine Einladung zu einem Klassentreffen…

… und sie war unterschrieben von Frau Taylor.

 Lizenz: CC-BY-SA | Autor: —
 
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Eva

Ich fande sie wirklich gruselig aber auch sehr spannend

Elch

Die hat mir Angst eingejagt… aber auch super

Fricky

Auch gut. Tolle Idee

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