Henry Howard Holmes | Das Mörderhotel eines Serienmörders

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Wer war Henry Howard Holmes

Henry Howard Holmes war ein US amerikanischer Serienmörder. Er wird des öfteren als der erste Serienmörder der USA bezeichnet. Das trifft aber nicht zu, da es bereits vor ihm andere kranke Mörder gab, die mehrere Menschen auf bestialische Art und Weise abschlachteten. So wie bei vielen Serienmördern, lässt sich auch bei Holmes die genaue Anzahl der Morde nicht mehr nachvollziehen. Man schätzt die Zahl seiner Opfer auf über 200.

Holmes wurde 1861 in Gilmanton/New Hampshire als Sohn von Levi Horton Mudgett und dessen Frau geboren. Seine Eltern waren englische Einwanderer und hatten neben Holmes noch 3 weitere Kinder. Holmes hatte somit noch zwei jüngere Brüder und eine jüngere Schwester. Gegenüber den Berichten die man immer liest, dass Serienmörder eine schlechte Kindheit hatten, konnte bei Holmes nicht festgestellt werden.

Stattdessen soll die Kindheit und Jugend von Holmes relativ normal gewesen sein. Er absolvierte mit 16 Jahren die High School und fing im direkten Anschluss an zu arbeiten. 1878 war er 17 Jahren alt und heiratete Clara A. Lovering, die 1880 seinen Sohn Robert Lovering zu Welt brachte.

Augenzeugen, beziehungsweise Nachbarn erzählten später, dass er seine Frau Clara schlecht und vor allem gewaltätig behandelte. In den nächsten Jahren, heiratete er eine ganze Reihe junger Frauen, die aber alle kurz nach der Hochzeit ihr Leben verloren oder spurlos verschwanden. Deren Vermögen eignete er sich stets an, so dass er nach kurzer Zeit eine beachtliche Summe Geld auf seinem Konto hatte. Denn neben den Morden, galt er auch als Heiratsschwindler und Versicherungsbetrüger.

 

Der Bau des Mörderhotel

Moerderhotel

Im Jahre 1887, kaufte sich Holmes von seinem erbeuteten Geld ein leeres Grundstück, beauftragte eine Baufirma, die ihm nach seinen Wünschen ein zweistöckiges Mehrzweckgebäude bauen sollte. Er entwarf das Gebäude, welches schließlich 60 Zimmer umfassen sollte selbst. Im unteren Stockwerk, wollte er einen Drugstore einrichten und im oberen Stockwerk, sollte es schließlich Appartements werden.

1892 wurde eine 3 Etage hinzugefügt, diese wurde jedoch nie vollständig fertiggestellt. Lieferanten merkten stattdessen, dass Holmes das Material, für das er nie bezahlt hatte, im gesamten Gebäude in irgendwelchen Passagen oder Räumen versteckt hatte. Es gab luft isolierte Räume ohne Fenster in diesem Haus und labyrinthartige Gänge, die nirgendwo hinführten.

Des Weiteren gab es Geheimtüren, Falltüren, Treppen die ins nichts führten und verborgene Zimmer wurden festgestellt. Viele Räume hatten Rutschen, die direkt in den Keller führten, wo Holmes offensichtlich Säurebottiche Gaskammern und ein Krematorium hatte. Auch von einem riesigen Folterkeller war die Rede, ebenso von Räumen mit Gucklöchern. Das Haus konnte regelrecht als Schlachthaus benutzt werden.

Manche Räume konnten mit Gas befüllt werden oder waren mit Eisenplatten verkleidet, sodass man Menschen darin verbrennen konnte. Ein Zimmer konnte man nur durch eine Falltür erreichen, sodass seine Opfer in dem Zimmer verhungert oder verdurstet sind. Im Keller, fand man auch zwei große Seziertische, wodrauf man Leichen aufschneiden konnte.

Der Apotheker aus der Nachbarschaft wunderte sich außerdem, weil Holmes regelmäßig große Mengen an Chloroform bei ihm kaufte. Und umso mehr Bewohner das Hotel hatte, desto mehr Vermisstenanzeigen gab es in Chicago. Aber niemand verdächtigte ihn, weil in so einer großen Stadt des öfteren Menschen verschwinden.

Die Anfänge seiner grausamen Mörder Karriere und die genaue Anzahl seiner Opfer, lies sich später nicht mehr zurückverfolgen. Holmes selber gestand vor Gericht 27 Morde, aber die Ermittler waren sich damals sicher, dass es viel viel mehr waren. Man schätzt, dass mehr als 200 Menschen, auf grausamste Art und Weise in Holmes Mörderhotel ermordet wurden.

 

Die ersten Morde in dem Hotel

Zu seinen ersten Opfern, gehörte seine Geliebte Julia Smythe. Sie war die Frau eines Bewohner dieses Hotels, der auch gleichzeitig Holmes Arbeitskollege war. Als dieser herausfand, dass seine Frau eine Affaire mit Holmes hatte, kündigte er seinen Job und zog weg. Er lies Julia und ihre Tochter Pearl in dem Hotel zurück. Die Zwei verblieben weiter in dem Haus und Julia führte die Affäre mit Holmes weiter fort.

Schließlich wurde Julia Schwanger. Am Weihnachtsabend 1881, verschwanden jedoch julia, sowie Pearl, auf mysteriöse Weise. Holmes sagte dazu, dass Julia bei einer Abtreibung gestorben sei. Was den beiden wirklich zugestoßen ist, konnte nie geklärt werden.

Man geht davon aus, dass zuerst Julia mit einer Überdosis Chloroform getötet und anschließend auch Pearl ermordet wurde. Auch eine weitere geliebte Holmes, die im Mai 1892 in sein Hotel Einzog, wurde höchstwahrscheinlich von ihm ermordet. Emeline Cigrande, fing noch im Mai 1892 in dem Hotel an zu arbeiten und verschwand ebenfalls unter mysteriösen Umständen. Direkt im Anschluss, wurde eine weitere Frau als vermisst gemeldet. Auch sie ist ihm höchstwahrscheinlich zum Opfer gefallen.

Er baute das Hotel, um vorrangig alleinstehende junge Frauen darin aufzunehmen. Männer erhielten meistens die Auskunft, dass das Hotel ausgebucht sei. Doch Holmes war auch ein tüchtiger Geschäftsmann und so schlug er aus seinen Morden auch Kapital. Durch seine medizinische Ausbildung, konnte er die Leichen ohne Probleme zerlegen und verkaufte ihre Skelette an Labore oder Schulen. Die Überreste der Leichen, wurden häufig in Säure aufgelöst, womit er Beweise vollständig zerstörte.

Viele weitere Frauen, wurden in der nächsten Zeit von Holmes ermordet. Nachts schlich er durch die Gänge, um unter seinen Gästen seine Opfer zu finden. Er drang in ihre Zimmer ein, erstickte, erwürgte sie oder hang sie auf. Manchmal schaffte er sie auch in eine verschlossene Kammer und lies sie verhungern und verdursten. Oder er ließ Gas in ihre Schlafzimmer strömen und ergötzte sich daran, wenn die Frauen langsam und qualvoll erstickten.

Durch Falltüren und Schächten, sind die Leichen abwärts in den Keller transportiert worden, wo er sie im Krematorium verbrannte oder in Säure vollständig auflöste.

 

Ermittler kamen Holmes auf die Spur

Doch je öfter Holmes mordete, desto intensiver wurde der Chemikalien Geruch im Hotel und immer mehr Fragen wurden gestellt. Holmes setzte sich schließlich ab und plante einen Versicherungsbetrug. Er hatte vor, den Tod seines Partners und Handlangers „Pitezel“ vorzutäuschen, um die Versicherungssumme zu kassieren. Pitezel schenkte ihm großes Vertrauen und willigte ein. Doch Holmes tötete ihn tatsächlich und nebenbei noch seine drei Kinder.

Der Versicherungsgesellschaft kam das alles merkwürdig vor und sie witterte Betrug. Der Detektiv Frank Geyer spürte ihn schließlich auf und Holmes wurde endlich verhaftet.

 

Das Urteil des Serienmörders H. H. Holmes

Bei den polizeilichen Ermittlungen, durchsuchten die Polizisten das gesamte Hotel und entdeckten, vor allem im Keller grausige Dinge. Einen mit Blut verschmierten Operationstisch und Überreste von Toten. Vor Gericht gestand Holmes lediglich 27 Morde, aber die Ermittlungen ergaben, dass es weit über 100 waren.

Am 7. Mai 1896 wurde er in Philadelphia hingerichtet ( erhängt ). Während seiner Gerichtsverhandlung zeigte er keine Reue, was bei Psychopathen so üblich ist. Stattdessen sagte er nur: „Ich bin mit dem Teufel in mir geboren“.

Holmes Horrorhotel, erlangte nach seinem Tod schnell Bekanntheit und ein ehemaliger Polizeibeamter mietete es an, um es in ein Museum umzubauen. Wenige Tage vor der Eröffnung, brannte das Gebäude aus ungeklärten Gründen vollständig ab.


 

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