Grausame Foltermethoden im Mittelalter

Die grausamsten Foltermethoden im Mittelalter. Im Mittelalter, gab es viele verschiedene Methoden einen Menschen zu foltern und einige waren wirklich grausam und unmenschlich.

Die grausamsten Folterinstrumente waren: Die Streckbank, auch Folterbank genannt – die eiserne Jungfrau – der spanische Esel – die Judaswiege oder der Nagelstuhl.


1. Die Streckbank ( Folterbank )

Die Streckbank ( Folterbank )

Die Streckbank, auch Folterbank genannt, wurde in Europa vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert benutzt, um von Menschen ein Geständnis zu bekommen. Das Opfer, lag auf dem Rückend liegend auf der Streckbank und wurde mit Seilen an den Armen und Beinen festgebunden.

Anschließend, wurden die Seile mit einem Hebel, der sich meistens am Ende der Streckbank befand, langsam angezogen. Sinn und Zweck dieser Folter war es, das Opfer mit furchtbaren Schmerzen zu quälen, indem die Gelenke gedehnt oder die Knochen des Opfers aus den Gelenken gerissen wurden.

In manchen Fällen, benutzte man die Streckbank auch als Hinrichtungsinstrument. War das Opfer, nach mehreren Stunden immer noch nicht geständig, hat man die Seile dermaßen auf Spannung gezogen, dass beide Arme, ähnlich wie beim vierteilen, vom Körper gerissen wurden.


2. Die eiserne Jungfrau

Die eiserne Jungfrau

Die eiserne Jungfrau, war mit einer der grausamsten Foltermethoden im Mittelalter. Diese grausige Figur, meistens in Frauengestalt, war aus Holz oder Metal gefertigt. Die Innenseite sowie die beiden Türen, waren voll mit langen spitzen Dornen.

Das Folteropfer wurde gezwungen, sich in diese Figur zu stellen. Anschließend, drückte man die beiden Türen langsam zu und die spitzen Dornen bohrten sich in den Körper des Opfers. War dieser immer noch nicht geständig, drückte man die beiden Türen weiter zu, solange, bis man ein Geständnis hatte.

Die Dornen im Inneren waren teils so angebracht, dass sie keine lebenswichtigen Organe verletzten, um das Opfer solange wie möglich am Leben zu halten.


3. Der Nagelstuhl

Der Nagelstuhl

Eine Foltermethode, die man gerne bei Verrätern praktizierte. Der Nagelstuhl, war wie der Name schon sagt, voll mit Nägel ausgestattet und das überall. Die Nägel waren lang genug, um dem Folteropfer grausame Schmerzen zuzufügen, aber nicht lang genug um ihn zu töten.

Dem Opfer, wurden vor der Folterung Beine und Arme zusammengebunden. Dann wurde er mit brutaler Gewalt auf den Stuhl gedrückt und festgehalten, damit er nicht wieder aufstehen konnte.

Legte er immer noch kein Geständnis ab, hob man ihn wieder hoch und drückte ihn wieder auf den Stuhl, sodass sich die Nägel ein weiteres mal in den Körper bohrten. Die ganze Prozedur, wurde solange wiederholt, bis man sein Geständnis hatte.


4. Garotte

Garotte

Die Garotte, wurde erstmals im 15 Jahrhundert in Spanien eingesetzt. Sie konnte als Hinrichtungsinstrument und als Folterinstrument verwendet werden. Das Opfer wurde gefesselt auf einem Holzpfahl gesetzt.

Anschließend, bekam es eine Würgschraube um den Hals gelegt. Auf der Rückseite war eine Kurbel, mit dieser konnte der Folterknecht die Würgschraube beliebig eng zuziehen. Sinn und Zweck war es, das Opfer mit furchtbaren Erstickungsängsten zu foltern, solange bis es ein Geständnis ablegte.

Gestand das Opfer nicht, wurde aus der Folterung ganz schnell eine Hinrichtung. Der Tod durch die Garotte, war viel qualvoller als das Erhängen. Beim Erhängen, starben die Menschen meistens durch Genickbruch oder durch Abschnüren der Halsschlagader. Aber der Todeskampf bei der Garotte, dauert manchmal bis zu 20 Minuten.


5. Der spanische Esel

Der spanische Esel

Der Spanische Esel ist ein dreikantiges Holz, mit dem im Mittelalter meistens Frauen gefoltert wurden, die man der Hexerei beschuldigte.

Das Gerät zielte auf die Misshandlung der Genitalien. Damit die Frau nicht absteigen konnte, wurden an beiden Beinen schwere Gewichte gehangen, was wiederum für heftige Schmerzen im Genitalbereich sorgte.

Die Frau wurde in der Regel solange gequält, bis sie zugab eine Hexe zu sein. Anschließend, wurde sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt.


6. Die Judaswiege

Die Judaswiege

Bei der Judaswiege, wurde das Opfer komplett nackt, mit dem After auf einen hölzernen Pfahl gesetzt und saß mit seinem kompletten Gewicht auf dieser Spitze. Diese bohrte sich tief in das Innere des Opfers hinein, sodass das Hinterteil sich stark ausdehnte und riss.

Das Opfer hing an mehreren Seilen, sodass der Henker es beliebig wieder hochziehen konnte, um es dann wieder auf die Spitze der Pyramide fallen zu lassen. Bei besonders schweren Straftaten, durfte das Volk bei der Folterung zusehen, was für das Opfer besonders demütigend gewesen ist, weil es komplett entkleidet war.


7. Die Ziegenfolter

Die Ziegenfolter

Hört sich lustig an, ist aber unheimlich schmerzhaft. Das Opfer wurde auf dem Rücken liegend, auf einem Bett festgebunden. Die nackten Füße, wurden in einen Holzrahmen gespannt, sodass es unmöglich war sie wegzuziehen.

Dann wurden die Fußsohlen mit Salz eingerieben und die Ziegen fingen an, dass Salz von den Fußsohlen zu lecken. Weil Ziegen eine sehr raue Zunge haben, wurde recht schnell aus dem anfänglichen Kitzeln ein sehr starkes Brennen.

Diese Prozedur wurde solange fortgeführt, bis das Opfer seine Tat gestand. Gestand es nicht, so führte das Lecken der Ziegen und das Salz dazu, dass sich die Haut von den Fußsohlen löste und das Opfer unter sehr starken brennenden Schmerzen litt.


8. Die Mundbirne ( Spreizbirne )

Die Mundbirne

Autor des Bildes: Klaus D. Peter, Wiehl
Lizenz: CC BY 3.0
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Die Mundbirne sieht harmlos aus, hat es aber in sich ! Sie wurde bei dem Opfer in den Mund, in die Vagina oder in den After gesteckt und wurde durch die hintere Verschraubung aufgespreizt.

Nicht selten, traten dabei ernsthafte und schwerwiegende Verletzungen auf. War das Opfer nicht geständig, war es ein leichtes ihm mit der Birne Kieferknochen und Zähne zu brechen. Die Art von Folter ist sehr schmerzhaft und tut schon beim zusehen weh.


9. Schwedentrank

Schwedentrank

Der Schwedentrank, wurde im Dreißigjährigen Krieg häufig als Foltermethode angewandt. Das Opfer wurde auf einer Pritsche festgebunden, sodass es sich nicht zur Wehr setzten konnte.

Anschließend, wurde ihm meistens über einen Trichter, Wasser gemischt mit Urin, Kot, Jauche und in manchen Fällen auch Erbrochenes mit Zwang in den Mund gegossen.

Neben dem dadurch erzeugten Ekel und widerlicher Abscheu, verursachte der Schwedentrank Erstickungsängste sowie starke Magen und Bauchkrämpfe. Durch die stark säurehaltige Jauche, verätzte nicht selten auch die Speiseröhre, was zu höllischen Schmerzen führte.


10. Der Kopfbrecher

Folter mit dem Kopfbrecher

Eine Folter mit dem Kopfbrecher wünscht sich garantiert niemand. Das Kinn des Opfers, wurde auf die Metallschiene gelegt. Die Metallkappe wurde herunter bis an den Kopf geschraubt und dann folgte die grauenvolle Prozedur.

War das Opfer nicht geständig, wurde die Metallkappe immer weiter nach unten geschraubt, sodass Kopf und Kiefer immer weiter ineinander gepresst wurden. Dieser Druck am Kopf war kaum auszuhalten, ganz zu schweigen von den heftigen Kieferschmerzen. Das ganze wurde solange fortgeführt, bis entweder der Schädel oder die Kieferknochen brachen.


11. Der Brustreißer

Autor des Bildes: Flominator
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Der Brustreißer

Der Brustreißer war ein Folterinstrument, welches meist bei Frauen eingesetzt wurde. Die beiden Zangen, wurden an der weiblichen Brust angesetzt. Anschließend, wurde die Brust solange gequetscht, bis die Frau ihre Tat gestand. Bekam man trotz Höllenqualen kein Geständnis von ihr, wurde nicht selten die gesamte Brust herausgerissen.

In manchen Fällen, wurde der Brustreißer vorher glühend heiß gemacht, um das Leid noch zu verschlimmern. Manchmal, wurde er auch bei Männern benutzt, um Glied und Hoden zu quetschen oder im schlimmsten Falle sogar abzureißen.


12. Daumenschraube

Daumenschraube

Die Folter mit der Daumenschraube, war besonders schmerzhaft und meistens für Hexen bestimmt. Es wurde der Daumen oder auch mehrere Finger in die Zwinge gespannt.

Dann wurde das Gewinde an einer Kurbel heruntergedreht und die Finger wurden langsam zerquetscht. Diese Prozedur, war sehr schmerzhaft und nicht selten, waren die Finger nach der Folterung verstümmelt.


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