Hinrichtungsmethoden der Nazis – Der Nationalsozialismus

Der 2 Weltkrieg war eine furchtbare Zeit. Denn im Nationalsozialismus, hatten die Nazis grausame Hinrichtungsmethoden auf Lager um einen Menschen zu töten.  Es fanden regelrechte Massen Hinrichtungen statt, wo man  vor allem Juden und sowjetische Kriegsgefangene brutal ermordet hat.

Aber auch Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen, wurden unter der Aktion t4 – Lebensunwerten Lebens – von den Nazis brutal hingerichtet.


1. Genickschussanlage

Autor der 2 Bilder: Andreas Trepte
Lizenz: CC BY 2.5
Original Bild

Rose 1
Rose 1

Eine Genickschussanlage, war im 2 Weltkrieg eine grausame Vorrichtung, um einen Menschen überraschend und ohne sein Wissen zu töten. Genickschussanlagen waren meistens in einem Arzt oder Behandlungszimmer positioniert. Sie waren als Messlatten oder medizinische Instrumente getarnt.
Ab 1941, wurden bevorzugt sowjetische Kriegsgefangene, unter Nutzung der dortigen Genickschussanlage hinterrücks von den Nazis getötet. Derartige Tötung Vorrichtungen, wurden auch oft in Konzentrationslagern benutzt, um ganze Juden Gruppen schnell und unauffällig zu ermorden.

Der Ablauf der Hinrichtung war folgendermaßen: Der SS Unterführer war als Arzt getarnt und trug einen weißen Kittel. Das Opfer, dass hingerichtet werden sollte, wurde nichts ahnend in das Behandlungszimmer geführt, unter dem Vorwand, eine routinemäßige Untersuchung bei ihm durchzuführen.

Im Behandlungszimmer angekommen, wurde der Jude oder oft auch ein sowjetische Kriegsgefangener höflich von dem SS Unterführer gebeten, sich vor die Messlatte zu stellen, um die Körpergröße zu messen. Nichts ahnend, stellte das Opfer sich unter die Messlatte und der SS Unterführer positionierte diese passgenau für den  Genickschuss.

Die Messlatte, besaß nämlich einen kleinen Schlitz, in Höhe des Genicks. Auf ein Zeichen des Arztes bzw. des SS Unterführer, wurde das Opfer von hinten aus einem Nebenraum exekutiert. In den Zeiten des Nationalsozialismus, wurden ganz viele Menschen, mit dieser Vorrichtung von den Nazis getötet.


2. Hängen am Galgen

Erhängen

1871, wurde das Hängen am Galgen eigentlich durch Enthauptung abgelöst. Aber 1933, führte man diese Methode jedoch wieder ein. Der Tod am Galgen, war für Schwerverbrecher mit rechtsmäßiger Gerichtsverhandlung vorgesehen. Obwohl auch Juden durch den Strang exekutiert worden sind.
 
 
Es gab zwei Methoden einen Menschen durch den Strang zu töten.
 
 
1. Der kurze Fall
 
 
Der Verurteilte wurde auf einem Pferd, Bock oder einen anderen Gegenstand mit einer Schlinge um den Hals gestellt. Anschließend wurde der Gegenstand unter ihm wegbewegt, die Schlinge zog sich zu und das eigene Körpergewicht hat dazu beigetragen, dass der Verurteilte erdrosselt wurde.

Nachdem der Gegenstand unter dem Verurteilten wegbewegt wurde, kam es relativ schnell zum Durchblutungsstop des Gehirns, der innerhalb von 10 bis 20 Sekunden  zur Bewusstlosigkeit führte. Der  Verurteilte starb an Sauerstoffmangel, meistens innerhalb von 5 Minuten.
 
 
2. Der lange Fall
 
 
Der Verurteilte steht erstmal auf einer Falltür. Diese wird mit einem Hebel der oft zurückgezogen wird geöffnet. Der Verurteilte stürzt in die Tiefe und das Seil hält in auf. Wurde alles richtig gemacht, Fallhöhe anständig berechnet, Henkersknoten unter dem linken Ohr positioniert, wurde ihm durch die Wucht des Aufpralls sein Genick gebrochen.

Vor 1872 betrug die Fallhöhe zwischen 1,20 und 1,80 Meter. Die Fallhöhe wurde mehr oder weniger nur geschätzt und nicht immer kam es zum Genickbruch. Deswegen wurde diese Methode nach 1872 perfektioniert. Die Länge des Seils, wurde anhand der Körpergröße und Gewicht genau so bestimmt, dass dem Verurteilten das Genick brach.

Die Nazis bevorzugten für ihre Hinrichtungen den kurzen Fall!


3. Das Fallbeil

Das Fallbeil

Der Nationalsozialismus war eine grausame Zeit. Mit dem Fallbeil, enthaupteten die Nazis Tausende von Menschen. Der letzte Weg eines Verurteilten, führte in meist direkt in den Hinrichtungsraum, wo sich das Fallbeil befand. Eigentlich ist es ein schneller und völlig schmerzloser Tod. Aber der Gedanke in wenigen Minuten geköpft zu werden ist schrecklich.

Auf eine Art Karren, wurden die Verurteilten zum Fallbeil gebracht. Beine und Arme waren festgebunden. Der Hals wurde in die dafür vorgesehene runde Aussparung gesteckt und anschließend befestigt. Dann löste der Scharfrichter, wohlgemerkt ein Nazi, den Mechanismus und das Messerscharfe Beil schoss hinab und trennte den Kopf vom Rumpf.

Einer der bekanntesten Scharfrichter im 2 Weltkrieg war Johann Reichhart ( 1893 – 1972 ). Er wurde auch der Kopfabschneider genannt. Insgesamt vollstreckte er während der Weimarer Republik und der Zeit des Nationalsozialismus ca 2900 Todesurteile mit dem Fallbeil. Als er wegen der vielen Hinrichtungen Gewissensbisse bekam, stärkte man ihm den Rücken und sagte zum Ihm: „Sie leisten hier kriegswichtige Arbeit“.

Nach dem 2 Weltkrieg, ging es für Reichhart bergab. Die Ehe scheiterte, sein Sohn brachte sich 1950 um und kaum einer wollte mehr mit ihm was zu tun haben. Verarmt und von vielen Menschen verachtet, lebte er von einer kleinen Militärrente und starb 1972 im Alter von 79 Jahren  in einem Krankenhaus von Dorfen.


4. Kreuzigung

Kreuzigung

Die Vergasung der Juden, war nicht die einzige Hinrichtungsmethode der Nazis. Es gab noch viele weitere grausame Methoden, die erst nach dem Krieg öffentlich wurden. Eine weitere schreckliche Hinrichtungsart war die Kreuzigung, die meistens in Konzentrationslagern vollzogen wurde. Es wird vermutet, dass unzählige Juden auf diese Art und Weise getötet wurden. Die Mordlust der Nazis, war grenzenlos.

Das Opfer wurde auf das am Boden liegende Kreuz gelegt. Anschließend wurden die Hände und die Füße an das Kreuz genagelt, was natürlich wahnsinnige Schmerzen verursachte. – Es gab zwei Methoden einen Menschen an das Kreuz zu befestigen. Die erste ist mit Nägel und die zweite mit Stricken. Im Nationalsozialismus wurde überwiegend mit Nägeln gekreuzigt, um die Qualen nochmals zu verstärken. –

Dann wurde das Kreuz, mit dem festgenagelten Opfer aufrecht hingestellt und in den Boden gedrückt. Durch sein eigenes Körpergewicht, sackte es unter großen Schmerzen, langsam in sich zusammen. Der Tod tritt durch Absacken des Körpers und die  Einquetschung der Lungen ein. Oft war innerhalb von 1 bis 2 Stunden alles vorbei. War das Opfer aber in guter körperlicher Verfassung und hatte die Möglichkeit sich immer wieder nach oben zu drücken, dauerte diese grausame Prozedur manchmal bis zu 24 Stunden.


5. Aktion t4

Aktion T4

Die Aktion T4 war eine Massenermordung der Nazis von mehr als 120.000 Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen in Deutschland von 1939 bis 1941. Es war die Vernichtung Lebensunwerten Lebens und wurde auch Krankenmord oder später Gnadentod genannt.

Im Jahr 1940 wurden in Deutschland 5  Pflegeanstalten sowie die Strafanstalt Brandenburg in Tötungsanstalten umgebaut. Die Auswahl der Opfer erfolgte durch ärztliche Gutachter. Jede Anstalt bekam Meldebögen, wo der Arzt alle Patienten mit Krankheit, Symptome inkl, aller Einzelheiten auflisten musste. Die Gutachter entschieden über Leben und Tod, ohne die Patienten jemals gesehen zu haben.

Die ersten Opfer der nationalsozialistischen Ermordung  lebensunwerten Lebens, waren Kinder bis 16 Jahre mit schweren und schwersten Behinderungen. Sie wurden durch die Verabreichung von Medikamenten wie, Morphin, Luminal, sowie dem Nahrungsentzug ermordet. Berichten zufolge, waren es mehr als 5000 Kinder und Jugendliche.

Für Erwachsene wurden spezielle Gaskammern in den Anstalten im Keller gebaut. Als Gas wurde sehr oft Kohlenmonoxid verwendet, aber auch Zyklon B kam zum Einsatz. Damit die Opfer keinen Verdacht schöpften, wurden die Gaskammern mit Brauseköpfen ausgestattet. Meistens wurden bis zu 50 Menschen gleichzeitig vergast.

Der Arzt ließ das Gas ca 20 Minuten einströmen. Die Gaszufuhr wurde abgeschaltet, wenn sich keine Bewegung mehr feststellen ließ.

Nach der Ermordung wurden die Leichen schnell im hauseigenen Krematorium verbrannt und eingeäschert. Anschließend, wurden die Angehörigen der Opfer benachrichtigt und man erzählte ihnen meistens, dass der Kranke plötzlich an einer Krankheit verstorben sei. Die Urne wurde ihnen zugeschickt.

Auch wenn es Massentötungen waren, sind es dennoch Hinrichtungen gewesen!


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