Schreckliche Todesfälle: Saudia-Flug 163 – Qualvolles Ersticken

3
(2)

Zum Inhaltsverzeichnis

Nächste Seite


Bildquelle: pexels.com

Schrecklicher Todesfall - Saudia-Flug 163 - Qualvolles Ersticken

Kategorie: Die schrecklichsten Todesfälle

Saudia-Flug 163 war ein Passagierflugzeug der Saudia vom Karachi International Airport zum Flughafen Jeddah mit der Zwischenlandung in Riad. Während des Fluges am 19. August 1980, brach kurz nach dem Start in Riad ein Feuer im hinteren Unterflurfrachtraum in der nähe des Cargo-Abteil aus. Den Piloten gelang es zwar, nach Riad zurückzukehren und das Flugzeug erfolgreich notzulanden, allerdings wurde keine sofortige Evakuierung durchgeführt.

Durch den Rauch und das Feuer kamen alle 301 Personen, die sich an Board des Flugzeuges befanden ums Leben. Alle Passagiere starben an einer Rauchvergiftung und sind innherhalb von wenigen Minuten qualvoll erstickt. Dieser Flugunfall ist sowohl der schwerste eines Lockheed L-1011 Tristar Passagierflugzeug als auch der schwerste in Saudi-Arabien und zählt zu den 10 schwersten Unfällen der Zivilluftfahrt.

Das Flugzeug startete um 13:32 Uhr in Karatsch und landete um 16:06 Uhr zum Zwischenstopp in Riad. Nach einem rund zweistündigen Aufenthalt, bei dem alle Passagiere das Flugzeug verlassen mussten und das Flugzeug betankt wurde, hob es um 18:08 Uhr wieder ab. Etwa sieben Minuten nach dem Start wurde durch akustische Signale Rauchentwicklung im hinteren Teil des Laderaums der Lockheed L-1011 Tristar angezeigt.

Nachdem der Bordingenieur nach einer Sichtkontrolle die Rauchentwicklung bestätigt hatte, beschloss der Flugkapitän um 18:20 Uhr in einer Flughöhe von rund 6.700 meter und einer Entfernung von 140 km zur Rückkehr nach Riad. Der Kapitain informierte die Flugsicherung in Riad über das Feuer an Bord und bekam eine sofortige Freigabe zur Notlandung. Im gleichen Moment wurde die Flughafenfeuerwehr angefordert.

Wenige Minuten später stellten die Piloten fest, dass sich der Schubhebel des Triebwerks Nr. 2 nicht mehr bewegen ließ. Gleichzeitig wurde die Cockpitcrew von einer Flugbegleiterin informiert, dass nun ein Feuer in der Kabine ausgebrochen wäre, das die Passagiere in den Gängen versuchen zu löschen. Kurz darauf forderte der Flugkapitän die Passagiere in einer Durchsage auf, die Gänge frei zu machen und auf den Sitzplätzen zu bleiben.

Um 18:29 Uhr informierte eine Flugbegleiterin die Cockpitcrew darüber, dass nun zu viel Rauch in der Kabine sei. Drei Minuten später teilte der Flugkapitän der Flugsicherung mit, dass er die Landebahn schon sehen könne. Er nahm auf Anweisung der Flugsicherung Kontakt mit dem Tower auf. Kurz vor der Landung wurde das nicht mehr funktionierende Triebwerk Nr. 2 abgeschaltet.

Zwischenzeitlich hatten Flugbegleiter angefragt, ob das Flugzeug nach der Landung evakuiert werden sollte. Um 18:35 Uhr entschied der Kapitän gegen eine sofortige Evakuierung nach der Landung. Der Bordingenieur gab dies an die Flugbegleiter weiter. Eine Minute später setzte das Flugzeug auf der Landebahn 01 auf.

Nach der Landung rollte die Lockheed Tristar bis zum Ende der Landebahn, drehte um 180° und bog dann rechts auf eine Rollbahn ab. Erst dort, um 18:39 Uhr, rund 2:40 Minuten nach dem Aufsetzen, wurde das Flugzeug zum Stehen gebracht. Die Piloten meldeten an den Tower »Okay, we are shutting down the engines now and evacuating«.

Um 18:40 Uhr teilte der Tower mit, dass das Feuer sichtbar sei, und es erfolgte der letzte Funkspruch aus dem Cockpit, der lautet: »Affirmative, we are trying to evacuate now.« Um 18:42 Uhr wurden die zwei verbleibenden Triebwerke abgeschaltet. Den herbeigeeilten Rettungskräften gelang es erst um 19:05 Uhr von außen die Tür 2R zu öffnen. Um 19:08 Uhr stand das Innere des Flugzeugs völlig in Flammen.

In dieser Zeit unternahm die Crew keine Versuche, das Flugzeug von innen zu öffnen oder war dazu bereits nicht mehr in der Lage.

Das Flugzeug brannte vollständig aus, alle 301 Personen (Crew und Passagiere) an Bord kamen ums Leben.

Die Obduktion der untersuchten Todesopfer ergab, dass alle Personen an einer Rauchgasvergiftung starben. Bei allen Opfern war Ruß in der Lunge nachweisbar.

Quelle: wikipedia.org


 

Wie gefällt dir das ?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 3 / 5. Anzahl Bewertungen: 2

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Zum Inhaltsverzeichnis

Nächste Seite

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.