Serienmörder: Pedro Alonso López – Das Monster der Anden

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Serienmörder | Pedro Alonso López, das Monster der Anden
 

Wer ist Pedro Alonso López?

Pedro Alonso López ist am 8. Oktober 1948 in Santa Isabel, Tolima geboren. Er ist ein kolumbianischer Serienmörder, der von den Medien auch das „Monster der Anden“ genannt wurde. Er selber gab zu, über 300 Menschen, meistens junge Mädchen, in Kolumbien, Ecuador und Peru ermordet zu haben.
 

Kindheit und Jugend

Sein Vater, Medardo Reyes, war ein Mitglied der rechtsgerichteten Partei in Kolumbien, und wurde später bei einem bewaffneten Konflikt getötet. Benilda, die Mutter von Lopez, war mit ihrem Sohn im dritten Monat Schwanger, als sein Vater starb. Lopez hatte insgesamt 13 Geschwister und war nach Aussage seiner Mutter immer ein höfliches Kind, dass später einmal Lehrer werden wollte.

Lopez sagte später, dass seine Mutter ihn als Kind sexuell missbraucht hätte. Berichten zufolge hieß es, dass seine Mutter in aus dem Haus warf, nachdem sie gesehen hatte, dass Lopez seine jüngere Schwester gestreichelt hatte, während aus anderen Berichten hervorging, dass Lopez einfach weggelaufen sei. Was wirklich der Wahrheit entsprach, konnte nie geklärt werden.

Lopez reiste nach Bogota ( Hauptstadt von Kolumbien ) und lebte dort als Obdachloses Kind auf der Straße. Er wurde Mitglied einer Straßengang, die sich „Gamines“ nannten und rauchte regelmässig Basuco, eine günstigere Form von Kokain. Später wurde er auf der Straße von einem Fremden Mann angesprochen, der ihm bei sich zu Hause eine Schlafmöglichkeit anbot.

Doch stattdessen brachte er Lopez in ein altes verlassendes Gebäude und vergewaltigte ihn dort.

Laut Lopez eigener Aussage, wurde er kurze Zeit später, von einem älteren amerikanischen Ehepaar von der Straße geholt, die ihm ein Zuhause gaben und ihn in einer Schule für Waisenkinder anmeldeten. Lopez war mittlerweile 12 Jahre alt und wurde während seiner Schulzeit von einem Lehrer belästigt, sodass er erneut weglief.

Lopez sagte später, dass er sich für sein Leiden als Kind rächen wollte. Nachdem er auf der Straße aufgewachsen war, wurde er mit 21 Jahren wegen Autodiebstahl verhaftet. Kurz nach seiner Inhaftierung, wurde er von einem Mann vergewaltigt und tötete ihn mit einem Messer.

 

Die Morde

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis, fing er an sich junge Mädchen zu suchen, die in der Regel indigener Abstammungen waren und aus der sozialen Unterschicht stammten. Er reiste nach Peru, wo er seine Opfer zu verlassenen Orten lockte, sie dort vergewaltigte und anschließend ermordete. Später wurde behauptet, dass er bis Ende der 1970er Jahre, ein dutzend junger Mädchen ermordet hatte.

Lopez wurde von der Ayachucos Gang geschnappt, als er versuchte, einen neunjährigen Jungen zu entführen. Die Mitglieder der Ayachucos Gang, wollten Selbstjustiz ausüben und Lopez bei lebendigen Leibe begraben. Doch ein westlicher Missionar, überzeugte die Gangmitglieder, Lopez der Polizei auszuliefern, die ihn sofort nach Kolumbien abschob.

Dort angekommen setzte er die Morde fort. In den späten 70er Jahren, reiste er nach Ecuador, wo ebenfalls zahlreiche junge Mädchen verschwanden. Die Familien der jungen Mädchen, versuchten ihre Kinder auf eigene Faust zu finden, anstatt die Polizei zu infomieren. Wobei eine Mutter, eine Anzeige ihrer vermissten Tochter in einer Zeitung aufgab.

Schließlich wurde er von einer Verkäuferin und einer Gruppe Gleichgesinnten in Ambato, Ecuador gefasst, als er versuchte, ein Mädchen von einem gut besuchten Markt zu entführen. Nachdem Lopez verhaftet wurde und in Polizeigewahrsam war, schwieg er und sagte kein einziges Wort. Anschließend steckte man ihn ins Gefängnis, zusammen mit einem Undercover Ermittler von der Polizei.

Nachdem der Ermittler das Vertrauen von Lopez gewonnen hatte, legte er unwissenhaft ein Geständnis ab, und erzählte dem Ermittler von den Morden, sowie Details über die Orte, an denen er seine Opfer begraben hatte. Die Polizei machte sich sofort auf die Suche und grub über 50 Leichen aus.

Lopez wurde wegen 110 Morden angeklagt. Er behauptete, dass er in den Nachbarländern Peru und Kolumbien, 200 weitere junge Mädchen und Jungs ermordet hatte.

Am 31. Juli 1981, wurde er für die Morde an 57 Mädchen für schuldig gesprochen und wurde in Ambato inhaftiert. Gutachter diagnostizieren bei ihm Soziopathie. Aufgrund der ecuadorianischen Gesetze, erhielt Lopez nur eine Höchststrafe von 16 Jahren, was in der Öffentlichkeit für große Empörung sorgte.

 

Die Freilassung

Am 31. August 1994, wurde Lopez nach 14 Jahren Haft, wegen guter Führung entlassen. Er wurde sofort nach Kolumbien abgeschoben, wo die Behörden versuchten, ihn für weitere Morde zu verurteilen. Doch stattdessen wurde Lopez für unzurechnungsfähig erklärt und 1995 in eine Psychatrie eingewiesen.


 

» Daniel Camargo Barbosa

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