Karl Denke – Der Kannibale von Münsterberg

Karl Denke - Der Kannibale von Münsterberg
Polizeifoto nach seinem Suizid

Wer war Karl Denke?

Karl Denke, auch Papa Denke oder Vater Denke genannt, wurde am 11 Februar 1860 in Oberkunzendorf bei Münsterberg, Niederschlesien geboren und war ein deutscher Serienmörder. Er tötete mindestens 30 Menschen, verkaufte Teile des Menschenfleisches auf dem Breslauer Wochenmarkt und aß es selber.

Daher kommt auch sein Name „Der Kannibale von Münsterberg„. Mehr als 20 Jahre lang, schlachtete er Menschen ab und aß ihr Fleisch. Im Dezember 1924 flog er zufällig auf, doch bis heute lässt der Kriminalfall die wichtigste Frage offen.

 

Die Geschichte

Denke hockte über Jahre in seiner kleinen Wohnung und lauerte seiner Beute auf. Er hatte eine ganz einfach aber wirkungsvolle Masche, um seine Opfer in die Wohnung zu locken.

„Sie können sich zwanzig Pfennige verdienen, wenn Sie für mich ein paar Zeilen schreiben“

Einmal in der Wohnung drinne, gab es für die Opfer kein entkommen mehr. Er schloss die Türe hinter sich ab und lockte sie zu seinem Esstisch, um sie dort zu erschlagen oder zu erwürgen. Was dann folgte, war ein blutiges Horrorszenario. Mit einer Baumsäge zersägte er auf dem Boden die Leichen, schälte das Fleisch von den Knochen ab und lagerte es in großen Fässern, die direkt neben seinem Bett standen.

Immer wenn Denke hungrig war, aß er das Fleisch seiner Opfer. Er aß sie Stück für Stück auf. War sein Vorrat an Menschenfleisch erschöpft, holte er sich zügig neue Opfer heran. Landstreicher und Bettler, gab es in dem Dorf wo er wohnte zu genüge, sodass er sich keine Sorgen machen brauchte. Denke hatte seine Opfer ja nicht nur geschlachtet, sondern die Knochen auch feinsäuberlich ausgekocht und sortiert.

Im seinem Gartenschuppen, machte die Polizei eine schaurige Entdeckung. Sie fanden ca 420 Zähne und 480 Knochen. Auch die Haut seiner Opfer, hatte Denke nicht einfach so entsorgt. Diese hat er geschickt weiterverarbeitet und daraus Hosenträger und Schnüre gefertigt. Viele der Sachen, verkaufte er auf dem Breslauer Wochenmarkt um sich daran zu bereichern.

Über 20 Jahre betrieb er seine Menschenschlachterei und lebte zwischen den Leichenteilen, ohne dass jemand Verdacht schöpfte.

 

Nach 20 Jahren Morden, war endlich Schluss

Am 21. Dezember 1924 startete der Landstreicher Vinzenz Olivier seine Betteltour in der Teichstraße in Münsterberg. Die Geschäfte liefen sehr gut für ihn und sein Beutel war schon prall gefüllt mit Pfennigen. Schließlich kam er bei Haus Nr 10 an und Karl Denke öffnete ihm die Türe. Der bärtige Alte Mann schaute ihn skeptisch an und sagte zu Olivier:

„Sie können sich zwanzig Pfennige verdienen, wenn Sie für mich ein paar Zeilen schreiben.“

Olivier willigte ein und betrat nichts ahnend die Wohnung. Bei der Polizei sagte er später:

„Warum auch nicht, dachte ich mir. Das wäre schnell verdientes Geld gewesen. Ich setzte mich hin und Denke gab mir einen Briefbogen und Bleistift“

„Adolph, du fetter Wanst“, begann Denke zu diktieren. Olivier traute seinen Ohren nicht. Das kam ihm zu seltsam vor und er drehte sich langsam zu Denke um. Diese kleine Bewegung rettete ihm glücklicherweise das Leben. Denke hatte bereits mit einer Spitzhacke ausgeholt, um Olivier den Schädel einzuschlagen! Durch sein geschicktes Ausweichmanöver, traf Denke nicht wie gewollt die Mitte des Kopfes, sondern streifte mit der Spitzhacke an Oliviers Schläfe vorbei.

Bei der Polizei sagte er: „Ich war für einen Augenblick etwas betäubt, hatte aber noch die Geistesgegenwart und Kraft, nach der Hacke zu greifen“

Er rang mit Denke um die Spitzhacke, gewann die Oberhand und rannte mit der Hacke schreiend über den Hof: „Ein verrückter will mich töten“.

Einige der Nachbarn, sind sofort zu Olivier auf den Hof gerannt um zu helfen. Zeugen sagten später, dass Denke an seiner offenen Haustür stand und ins Leere starrte. Er knirschte mit den Zähnen und zuckte unkontrolliert vor sich hin. Alle spürten, das etwas schlimmes passiert war. Aber keiner wusste zu diesem Zeitpunkt, dass Olivier, der „Schlachtbank eines Kannibalen“ entkommen ist. Auch er wusste es selber nicht!

Der 64 Jährige war zwar ein eher stiller und scheuer Mensch, aber dennoch mochten in die Menschen, weil er immer sehr hilfsbereit war. Manche nannten ihn auch liebevoll „Papa Denke“. Die Polizei glaubte Olivier daher auch kein einziges Wort, als er kurze Zeit später Anzeige bei der Polizei erstattete. Statt die Polizei gegen Denke ermittelt, wurde Olivier schon am nächsten Tag wegen Bettelei und Landstreicherei verurteilt.

Der zuständige Richter glaubte ihm, weil all das was Olivier erzählte, plausibel klang. Also ließ er am 22 Dezember Denke festnehmen. Am nächsten Tag sollte er verhört werden. Doch dazu kam es nicht mehr. Denke hatte sich in seiner Zelle mit einer Schnur erhängt. Der Kannibale von Münsterberg war tot!

Das Motiv für seine Taten nahm er mit in sein Grab. Die Polizei fand in seiner Wohnung ein Notizblock, wo jede Tötung genaustens dokumentiert war und zwar mit Datum, Name des Opfers und sogar das Gewicht. Laut Denkes Notizen, weiß man jetzt, dass er mindestens 30 Menschen abgeschlachtet und gegessen hatte. Es waren meist Männer über 40 Jahre.


 

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