Fritz Honka | Der Serienmörder von Hamburg

Der Frauenmörder von Hamburg | Fritz Honka
 

Wer ist der Frauenmörder Fritz Honka

Fritz Honka war ein deutscher Serienmörder, bzw der Frauenmörder von Hamburg, der in den 70 Jahren vier Frauen ermordete. Honka wurde am 31 Juli 1935 in Leipzig geboren, als drittes von zehn Kindern des Zimmermanns Fritz Honka und seiner Frau Else Honka, die als Reinigungskraft tätig war. Die Mutter war mit den vielen Kindern überfordert, weshalb Honka in verschiedenen Leipziger Kinderheimen aufwuchs. Sein Vater starb 1946 an den Folgen seines exzessiven Alkoholkonsums.

Anfang der 50 Jahre, machte Honka eine Lehre als Maurer, die er aus gesundheitlichen Gründen abbrechen musste. Er floh 1951 nach Westdeutschland und arbeitete als Hilfsarbeiter auf einem Bauernhof in der Lüneburger Heide. In dieser Zeit, hatte er eine Affäre mit einer Frau namens Margot, aus der sein Sohn Heinrich hervorging. 1956 zog er nach Hamburg und ein Jahr später heiratete er seine Frau Inge. Doch die Ehe wurde 1960 wieder geschieden. Aus dieser Ehe stammt sein zweiter Sohn Fritz.

Die beiden kamen erneut zusammen, trennten sich aber 1967 wieder. Nachbarn erzählten, dass die beiden sich oft lautstark gestritten haben und auch gewalttätig zueinander waren. Honka schaffte es nicht mehr Beziehungen zu Frauen zu finden, geschweige denn diese aufrecht zu halten, weil er schwere Alkoholprobleme hatte und durch seine Vergangenheit zu sehr geprägt war. Sex und körperliche Zuneigung, suchte er bei Prostituierten, die er meist in Bars oder Kneipen kennen lernte.
 
 

Die Morde

Seinen ersten Mord beging er 1970. Es war die 42 Jährige Gertrud Breuer, die gelegentlich als Prostituierte arbeitete. Er hatte sie in einer Kneipe in Hamburg auf St.Pauli kennengelernt. Er nahm sie mit zu sich nach Hause und wollte anschließend Sex mit ihr, was sie jedoch verweigerte. Er wurde sehr wütend und aggressiv, holte eine Gardine aus seinem Schrank und erdrosselte sie damit. Später sagte er der Polizei beim Verhör,

sie habe andauernd geschrien und er hatte Angst vor der Nachbarschaft. Und deswegen hat er immer fester zugezogen, bis sie endlich still war. Er sagte auch, dass er an diesem Abend ganz schön viel getrunken hatte.

Sein Alkoholpegel, wurde von Gutachtern auf ca 4 Promille geschätzt. Die Leiche von Gertrud Breuer, verscharrte er erstmal in einem kleinen Versteck, in seiner Küche. Doch der Leichengeruch, wurde mit der Zeit immer intensiver und war irgendwann nicht mehr auszuhalten. Honka holte die verwesende Leiche aus seinem Versteck hervor und zerstückelte sie mit einer Handsäge. Einige der Körperteile, wie der Kopf, Brüste, Hände und ein Bein, wurden am 2 November 1971 in der Nähe von Honkas Wohnung auf einem Schrottplatz gefunden. Breuers Körper wurde erst Jahre später in seiner Wohnung gefunden.

Vier Jahre später, ermordete er sein zweites Opfer. Es war die 54 Jährige Anna Beuschel, Hausfrau und ebenfalls Gelegenheitsprostituierte. Er lernte sie in seiner Stammkneipe „ Zum goldenen Handschuh“ kennen und nahm sie sturz betrunken mit in seine Wohnung. Nach dem Sex, erwürgte er sie, genauso wie sein erstes Opfer. Der Polizei sagte er später als Grund: „Sie habe wie ein Brett dagelegen“. Er zerstückelte die Leiche und versteckte die Körperteile auf seinem Dachboden.

Die Abstände zwischen den Morden wurden immer kürzer. Nur ein paar Monate später, nahm er die 57 Jährige Frieda Roblick mit nach Hause. Auch sie wurde von ihm ermordet, als er angeblich feststellte, dass sie ihm 200 DM gestohlen hatte, obwohl er sie für Ihre Liebesdienste schon mit der gleichen Summe bezahlt hatte.

Kurze Zeit später, ermordete er sein viertes und zugleich letztes Opfer. Es war die 52 Jährige Prostituierte Ruth Schult, die er ebenfalls aus der Kneipe „Goldenen Handschuh“ kannte. Die beiden waren laut Honka befreundet und Ruth zog kurzfristig bei ihm ein. Sie wurde mit einem Schlag auf den Kopf betäubt und anschließend mit einem Damenstrumpf erdrosselt.

In dem Obduktionsbericht von Ruth Schult, vermerkte der Gerichtsmediziner folgendes – Beine an den Oberschenkelknochen abgesägt. Beide Brüste abgetrennt. Ohrmuscheln glatt abgeschnitten. Nasen- und Zungenspitze abgetrennt.

Alle Ermordeten Frauen, waren fortgeschrittenen Alters und kamen aus dem Trinkermilieu der Reeperbahn in St Pauli. Sie galten als bindungslose Stadtstreicherinnen, die sich bei Gelegenheit für Unterkunft und alkoholische Getränke oder auch geringe Geldbeträge prostituierten.

Das Verschwinden der Frauen blieb ohne Folgen, niemand erstattete Vermisstenanzeige bei der Polizei. Auch Beschwerden anderer Mieter des Hauses über den starken Leichengeruch blieben unbeachtet.

Seine Opfer suchte sich Fritz Honka in der Straße Hamburger Berg in Hamburg-St.Pauli zu später Stunde in den Kneipen Zum Goldenen Handschuh, Elbschlosskeller und Hong Kong, wo er unter dem Namen „Fiete“ bekannt war. Das dortige Milieu galt als ein Sammelpunkt für „Treibgut der Gesellschaft“ wie Trinker, ältere Prostituierte und andere gescheiterte Existenzen.
 
 

Zufälliges Ende einer Mordserie

Die Polizei kam Honka nur durch Zufall auf die Schliche. Am 17. Juli 1975, brach in dem Haus in dem er seine Mietwohnung hatte, ein Feuer aus. Honka war zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause und das wurde ihm zum Verhängnis. Die Feuerwehrleute, fanden bei den Löscharbeiten Leichenteile. Daraufhin wurde die Wohnung von der Polizei durchsucht. Man fand die zum Teil verwesenden Überreste der drei Frauen, die im späterem Verlauf identifiziert werden konnten. Honka wurde festgenommen und Gestand 2 Wochen später die Frauen ermordet zu haben. Auch der Mord an Gertrud Breuer, konnte ihm nachgewiesen werden.
 
 

Das Urteil und Mord Motiv

Honka wurde am 20 Dezember 1976 wegen Mordes in einem Fall und Totschlags in drei Fällen, zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünfzehn Jahren verurteilt. Des Weitern, wurde die Unterbringung in einer Psychiatrie angeordnet. Honka war vermindert Schuldfähig, weil eine schwere seelische Abartigkeit mit Krankheitswert bei ihm zu erkennen war.

Außerdem sagte Honka vor Gericht, über die Beseitigung der Leichen folgendes aus: „„Die waren einfach zu schwer. Als ich die Leichen wegschaffen wollte, bin ich im Treppenhaus gestolpert und heruntergepurzelt.“

Honka war ein kleiner schmächtiger Mann mit einer Körpergröße von 1,68 Meter. Er hatte einen Sprachfehler, für den er sich schämte. Außerdem schielte er sehr stark und verbrachte seine Jugend in verschiedenen Kinderheimen. Durch Arbeitsunfälle und Prügeleien, wurde sein Gesicht stark verunstaltet, was ihm die Kontaktaufnahme mit Frauen erschwerte und zu einem verminderten Selbstwertgefühl beitrug.

In Honkas Wohnung wurden sehr große Mengen an alkoholischen Getränken gefunden, hauptsächlich Kornbrand, den er selbst exzessiv konsumierte und auch dazu benutzte, um seine Opfer gefügig zu machen. Außerdem fand die Polizei Puppen und mehr als 300 Pornobilder und Fotos nackter Pinup-Girls, die an die Decke geklebt waren, allerdings keines mit sadistischen Motiven. Die Hauptverhandlung ergab, dass es in Honkas Wohnung regelrechte Alkoholexzesse mit den Opfern gegeben haben muss.

Der Sachverständige über das Motiv
Unter schweren Alkoholeinfluss, habe er Aggressionen entwickelt und diese an hilflosen weiblichen Personen ausgelassen. Mitgewirkt habe sein großes Bedürfnis, der überlegenden Rolle des Mannes. Zum Schluss habe er sich als Herr über Leben und Tod gesehen. Honka suchte bei Frauen die saubere Hausfrau, die willige Bettgenossin und einen guten Freund. Das er sich von älteren Frauen angezogen fühlt, könnte sein Bedürfnis stillen, sexuell bemuttert zu werden. All diese Frauen, sind so heruntergekommen, dass Honka sich ihnen sozial überlegen fühlen kann.
 
 

Die letzen Jahre

1993 wurde er aus der Psychiatrie entlassen und unter einem anderem Namen ( Peter Jensen ) in einem Altenheim untergebracht, wo niemand seine wahre Identität kannte. Er hatte Wahnvorstellungen und beklagte sich regelmäßig bei den Pflegern, dass es in seinem Zimmer nach verwesenden Leichen rieche. Am 19. Oktober 1998 starb er mit 63 Jahren in einem Krankenhaus in Hamburg, vermutlich an den Spätfolgen seines exzessiven Alkoholkonsums.


 

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