Serienmörder: Fritz Haarmann der Vampir von Hannover.

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Serienmörder | Fritz Haarmann war der Vampir von Hannover

Wer war Fritz Haarmann?

Friedrich Fritz Heinrich Karl Haarmann ist am 25. Oktober 1879 in Hannover geboren und war ein Serienmörder aus Deutschland, der wegen Mordes an insgesamt 24 Jungen und jungen Männern im Alter von zehn bis 22 Jahren vom Gericht Hannover am 19. Dezember 1924 zum Tode verurteilt wurde.

Er wurde auch der Der Vampir von Hannover genannt. Weitere Namen waren auch, Der Schlächter, Der Kannibale oder Der Werwolf von Hannover. Seine bevorzugte Hinrichtungsmethode war das durchbeißen der Kehlen seiner Opfer.

 

Die Geschichte des Serienmörders

Noch bevor sein schrecklicher Amoklauf 1918 begann, hatte der Serienmörder Haarmann eine lange und steile kriminelle Karriere hinter sich. Er verbrachte viele Jahre im Gefängnis, war in psychiatrischen Anstalten eingesperrt und für moralisch minderwertig und unheilbar gestört erklärt worden. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg, befand sich Haarmann in Hannover und führte ein berüchtigtes Verbrecherleben.

Er wurde wegen verschiedener Einbrüche und Betrugsfälle verhaftet und hatte auch eine Reihe anderer Straftaten auf dem Buckel. Unter anderem Grabsteine ​​stehlen oder Gräber ausrauben. Bis 1919 hatte Haarmann eine Beziehung zur Polizei in Hannover aufgebaut. Obwohl er ein bekannter Verbrecher und Homosexueller war, hätte er eigentlich zur damaligen Zeit, in Deutschland juristisch bestraft werden müssen.

Haarmann arbeitete als Informant und lockte andere Kriminälle in die Falle, damit die Polizei sie festnehmen konnte. Um nicht selber in Verdacht zu geraten, wurde Haarmann selber bei einigen Razzien festgenommen. Er verbrachte einen Großteil seiner Zeit in und um den Hauptbahnhof von Hannover.

Dort verkaufte er Schwarzmarktgüter an Touristen und nahm gelegentlich Personen fest, die mit gefälschten Dokumenten reisten. Es wird vermutet, dass seine Beziehung zur Polizei in Hannover später dazu führte, dass Haarmanns grausame Morde nicht entdeckt wurden.

Das erste bekannte Opfer des Vampirs von Hannover war Friedel Rothe. Er war ein 17-jähriger Teenager, der 1918 von zu Hause ausriss. In den folgenden Jahren tötete Haarmann mindestens 24 junge Männer und Jungen im Alter von 10 bis 22 Jahren. Die Opfer von ihm waren im Teenageralter. Als er 1924 schließlich verhaftet wurde, war sich Haarmann nicht sicher, wie viele Menschen er ermordet hatte. Die Zahl seiner Opfer lag zwischen 30 und 70.

Sobald Haarmanns Opfer tot waren, zerstückelte er die Leichen und warf sie in den meisten Fällen in den nahe gelegenen Fluss. Anschließend nahm er die persönlichen Gegenstände seiner Opfer und verkaufte oder verschenkte sie. Manchmal schenkte er die Sachen auch seinen Geliebten und Komplizen Hans Grans.

In seinem Geständnis behauptete Haarmann, dass er den Akt der Zerstückelung schrecklich fand, aber dass sein Bedürfnis zu töten stärker war, als der Ekel des Schneidens und Zerhackens. Es gab Gerüchte darüber, das Haarmann das Fleisch seiner Opfer gelegentlich fraß und Teile des Fleisches auf dem Schwarzmarkt verkaufte.

Er selbst bestritt, jemals Kannibalismus betrieben oder menschliches Fleisch verkauft zu haben.

Haarmann wurde von der Polizei festgenommen, als man im Fluss ( Leine ) menschliche Schädel und anderer Knochen fand. Dies und zusammen mit der großen Anzahl von vermissten jungen Männer und Jungen in Hannover, veranlasste die Polizei, den Fluss auszubaggern. Alleine 1923 sind mehr als 600 Personen verschwunden.

Sie fanden mehr als 500 menschliche Knochen und Körperteile in dem Fluss, die mindestens 22 verschiedenen Menschen zugeordnet worden sind. Es wurde vermutet, dass mehr als ein Drittel der Knochen jungen Männern im Alter zwischen 15 und 20 Jahren gehörten, und viele zeigten Anzeichen einer Dissektion.

 
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Die Mansardenwohnung von Fritz Haarmann
Haarmanns Mansardenwohnung in der Roten Reihe im Dezember 1924, dort brachte er seine Opfer um.

 
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Haarmann auf dem Weg zum Gerichtssaal
Haarmann auf dem Weg zum Gerichtssaal

 
Im Dezember wurde Haarmann wegen 27 fachen Mordes angeklagt. Der Gerichtsprozess dauerte vom 4. bis 19. Dezember 1924. Verhandelt wurde eng hintereinander an 14 Tagen. In seinem Prozess, gestand Haarmann die Morde, behauptete jedoch, sich nur sehr schlecht an seine Opfer zu erinnern. Als man ihm die Fotos der Verstorbenen gezeigt hatte, sagte er Dinge wie: „Ich nehme an, ich habe ihn getötet, aber ich erinnere mich nicht an sein Gesicht.“

Nach seiner eigenen Aussage, musste Haarmann den Adamsapfel seines Opfers durchbeißen, was er schockierender Weise „Liebesbiss“ nannte. Manchmal wurden seine Opfer auch einfach erwürgt.

Haarmann wurde am 19. Dezember 1924 zum Tode verurteilt und wurde am 25. April 1925 im Gefängnis Hannover enthauptet.

Haarmanns Geliebter und Komplize Hans Grans wurde ebenfalls festgenommen und zunächst wegen Anstiftung zum Mord zum Tode verurteilt. Die Ermittler fanden einen Brief von Haarmann, in dem er die Unschuld von Grans erläuterte. Das führte zu einem erneuten Gerichtsverfahren und Grans wurde zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Grans saß bis 1938 im Zuchthaus und wurde dann in das KZ Sachsenhausen verlegt, wo er bis 1945 lebte. Nach dem Krieg heiratete er und zog wieder in die Nähe von Hannover.


 

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