Schrecklicher Todesfall: Die Todesfälle auf dem Dyatlov Pass

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Schrecklicher Todesfall - Die Todesfälle auf dem Dyatlov Pass

Kategorie: Die schrecklichsten Todesfälle

Ende Januar 1959 machte sich eine Gruppe von neun Studenten des Polytechnischen Instituts Ural ( Russland ) und ein älterer Skilehrer, auf den Weg zu einer Expedition, zum Berg Otorten im nördlichen Ural. Unter der Leitung von Igor Dyatlov, einem erfahrenen Bergsteiger verlief anfangs alles wie geplant.

Aber einige Wochen später machten sich Freunde und Verwandte Sorgen, weil sie von der Expedition nicht mehr zurück gekommen sind. Am 26. Februar entdeckte ein Suchtrupp das verlassene Zelt am Hang. Neun Paar Fußabdrücke führten das Suchteam den Hang hinunter in Richtung der nahe gelegenen Wälder.

Unter einem großen Zedernbaum, am Waldrand neben den Überresten eines Lagerfeuers, wurden zwei gefrorene Leichen gefunden. Die nächsten drei Leichen wurden in unterschiedlichen Abständen zwischen dem Zelt und dem schneebedeckten Zedernbaum gefunden. Die Autopsien ergaben später, dass alle fünf an Unterkühlung gestorben sind.

Die letzten vier Teilnehmer von dieser Gruppe wurden im Mai 1959 am Boden einer kleinen Schlucht im Wald gefunden, die von hohen Schnee bedeckt war. Drei von ihnen hatten tödliche Verletzungen erlitten. Einer hatte einen gebrochenen Schädel und zwei hatten gebrochene Rippen. Der andere hatte leichte Verletzungen und starb an Unterkühlung. Der Gerichtsmediziner glaubte, dass die Verletzungen durch einen Sturz oder eine kleine Lawine aus Eis und Schnee verursacht worden waren.

Die russischen Behörden schlossen den Fall schnell ab und stellten fest, dass „die Todesursache eine unbekannte zwingende Kraft gewesen sein muss, die die Expeditions Teilnehmer nicht bewältigen konnten. Seit dieser Nacht löste das, was den Menschen am „Dyatlov-Pass“ widerfuhr, wilde Spekulationen aus, die von einem Serienmörder über Lawinen, Tierangriffe , Geheimwaffen, eine militärische Vertuschung bis hin zu Schwerkraftanomalien, einem Feuer im Zelt und tödlichen Schneemännern reichten , UFOs und vorübergehender Wahnsinn, verursacht durch Drogenmissbrauch oder Infraschall.

Russische Ermittler konnten einen Teil des Geschehens in dieser Nacht anhand der wiedergefundenen Beweise rekonstruieren. Die schlafenden Wanderer erwachten plötzlich, schnitten das Zelt mit einem Messer auf und flohen den Hang hinunter in den nahe gelegenen Wald. An einem Zedernbaum machten zwei Teilnehmer ein Feuer, merkten aber recht schnell, dass sie trotz des Feuers die Nacht nicht überleben werden.

Drei der Teilnehmer, versuchten den Weg zurück zum Zelt zu finden, schafften es aber nicht und starben am Hang. Vier von ihnen wagten sich tiefer in den Wald hinein und lösten eine kleine Lawine aus, die sie mit einer hohen Geschwindigkeit über den Rand der Schlucht zog. Da der Boden mit Steinen und Eis bedeckt war, erlitten sie tödliche Verletzungen.

Es bleibt jedoch weiterhin unklar, warum die Gruppe aus dem Zelt geflohen ist.

Die Beteiligung eines Dritten war zum Zeitpunkt der Untersuchung ausgeschlossen, da außer den Teilnehmern und der Rettungsmannschaft keine anderen Spuren im Schnee gefunden wurden. Es wurden keine Hinweise gefunden, dass etwas Unerwartetes, wie beispielsweise ein Feuer oder Rauch (die Gruppe hatte einen kleinen Herd in Gebrauch) im Zelt passiert ist.

Einige Wissenschaftler vermuteten paranormale Aktivitäten, wie UFOs und Blitzkugeln, um den Tod der neun Wanderer zu erklären, weil Einheimische Lichtkugeln am Himmel sahen, in der Nacht als die Teilnehmer starben. Andere wiederum vermuteten Geheimwaffentests, aber die Tests wurden in Sibirien durchgefürht und nicht im Ural.

Außerdem gab es Aufzeichnungen über Fallschirmminen, die vom sowjetischen Militär in der Gegend um diese Zeit herum getestet wurden.

Neusten Forschungsergebnissen zufolge, sollen seltene Wetterphänome wie beispielsweise Wirbelstürme, die Infraschallschwingungen erzeugen, Schuld am Geschehen sein. Dieses Geräusch unterhalb des menschlichen Hörbereichs, wirkt sich direkt auf das menschliche Nervensystem aus und verursacht bei Menschen irrationale Angst. Als sie von ihrem Rastplatz geflohen sind, stellten sie wahrscheinlich zu spät fest, dass sie sich im Schneesturm verirrt hatten.

Eine der häufigsten Erklärungen ist eine plötzliche Lawine, mitten in der Nacht, die das Zelt zu begraben drohte. Plattenlawinen, die durch eine gleitende Schicht aus hartem, dichtem Schnee gebildet werden, die den Hang hinunterrutschten, sind für fast 90% aller Lawinentoten verantwortlich. Am Tag des Unfalls war der Schnee auf ihrem Rastplatz 6 Fuß tief und die Teilnehmer gruben sich tatsächlich in den Schnee, um das Zelt aufzubauen.

Lawinen können an allen Hängen auftreten, sind jedoch häufiger an Hängen mit einer Steigung von mehr als 28 °. Der Hang unmittelbar über ihrem Rastplatz lag bei 22-30 °. Aber Felsbrocken ragten aus dem Boden heraus, was eine Lawine hier sehr unwahrscheinlich macht. Es gab auch keine wirklichen Anzeichen für eine Lawine auf ihrem Rastplatz.

Der Fall ist 60 Jahre später noch ungelöst.


 

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