Serienmörder: Alfredo Garavito Cubillos

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Serienmörder | Alfredo Garavito Cubillos

Wer ist Luis Alfredo Garavito Cubillos?

Luis Alfredo Garavito Cubillos, geboren am 25. Januar 1957, alias „La Bestia“ („Die Bestie“) oder „Tribilín“, ist ein kolumbianischer Vergewaltiger und Serienmörder. Im Jahr 1999 gestand er die Vergewaltigung und Ermordung von 140 kleinen Jungen. Die Zahl seiner Opfer, könnte nach seinen eigenen Aussagen im Gefängnis, weit über 300 sein.

Wegen der hohen Opferzahl, wurde er von den Medien als der schlimmste Serienmörder der Welt“ bezeichnet. Er ist der älteste von sieben Brüdern und litt offenbar unter körperlichem und emotionalem Missbrauch durch seinen Vater. In seiner Aussage beschrieb er, als Jugendlicher Opfer von sexuellem Missbrauch geworden zu sein.

 
 

Die Geschichte

Garavitos Opfer waren arme Kinder, Bauernkinder oder Straßenkinder, die im Alter zwischen 6 und 16 Jahren waren. Garavito sprach sie auf der Straße oder auf dem Land an und bot ihnen Geschenke oder kleine Geldbeträge an. Nachdem er ihr Vertrauen gewonnen hatte, nahm er die Kinder mit auf einen Spaziergang, und wenn sie müde wurden, schlug er zu. Er vergewaltigte er sie, schnitt ihnen die Kehle durch und zerstückelte meistens ihre Leichen. Die meisten Leichen waren voller Folterspuren.

Am 22. April 1999 beobachtete ein Obdachloser in einem Gebüsch nahe einer Straße, die aus der Stadt Villavicencio in Kolumbien herausführt, einen erwachsenen Mann, der versuchte, einen Jungen zu missbrauchen. Am selben Tag beobachteten Taxifahrer einen Mann, auf den die Beschreibung des Jungen passte. Der Mann hatte keinen persönlichen Ausweis, gab aber den Namen und die Ausweisnummer eines Mannes an, der in einer Kleinstadt Politiker war.

Da zu dieser Zeit noch kein Computer und keine Meldepflicht des Wohnortes existierte, konnten seine Daten nicht überprüft werden. Als er jedoch gefragt wurde, wohin er zu gehen beabsichtigte, sagte der Mann der Polizei, dass er nun die Stadt verlassen würde. Es schien, dass der Mann die Orientierung verloren hatte, und aufgrund der übereinstimmenden Personenbeschreibung, durch die Leiche, wurde er festgenommen und ins Gefängnis gebracht.

Er wurde in 138 der 172 Fälle für schuldig befunden. Die anderen Fälle sind noch nicht abgeschlossen. Die Strafen für diese 138 Fälle summieren sich auf 1.853 Jahre und 9 Tage. Aufgrund der Beschränkungen des kolumbianischen Rechts kann er jedoch nicht länger als 30 Jahre inhaftiert werden. Da er außerdem den Behörden beim Auffinden der Leichen geholfen hat, wurde seine Strafe auf 22 Jahre reduziert.

Während Garavito seine „mildere“ Strafe verbüßte, fingen die Kolumbianer allmählich an, seine vorzeitigen Entlassung zu kritisieren. Einige argumentierten, dass er entweder lebenslänglich oder die Todesstrafe verdient hätte, wobei beides in Kolumbien nicht möglich ist. Im Jahr 2006, führte der lokale TV-Moderator Pirry ein Interview mit Garavito, das am 11. Juni desselben Jahres ausgestrahlt wurde.

In diesem TV-Special erwähnte Pirry, dass der Mörder während des Interviews versuchte, seine Taten zu verharmlosen und die Absicht äußerte, eine politische Karriere zu starten, um missbrauchten Kindern zu helfen. Pirry beschrieb auch Garavitos Bedingungen im Gefängnis und kommentierte, dass Garavito aufgrund seines guten Verhaltens wahrscheinlich innerhalb von 3 Jahren eine vorzeitige Entlassung beantragen könnte.

Nachdem das Pirry-Interview ausgestrahlt wurde, erlangte die Kritik an Garavitos Situation in den Medien und in politischen Kreisen zunehmende Bekanntheit. Eine gerichtliche Überprüfung der Fälle gegen Garavito ergab, dass seine Strafe möglicherweise verlängert und seine Freilassung verzögert werden könnte, da er sich für nicht gestandene Verbrechen separat verantworten müsste.

Garavito war damals unter dem Namen eines Politikers verhaftet worden. Eine normale Identifizierung per Fingerabdruck war aus organisatorischen und technischen Gründen nicht möglich gewesen. Im März 1999, nachdem die Polizei Telefonnummern überprüft hatte, die in der Kleidung des Gefangenen gefunden worden waren, stellten die Ermittler fest, dass die Identität des Gefangenen falsch war und es sich tatsächlich um Garavito handelte.

Zu diesem Zeitpunkt stand Garavtio schon lange auf der Liste der Verdächtigen. Nun übergab eine Verwandte von Garavito, der Polizei einen Koffer, den Garavtio ihr gegeben hatte. Darin befanden sich nicht nur kryptische Notizen, sondern auch ausgeschnittene Passfotos von vielen der verstorbenen Kinder (dies waren die einzigen Trophäen, die Garavito gesammelt hatte). Auch ein Kalender mit weiteren kryptischen Notizen wurde gefunden.

Dieser wurde später anhand der Daten als Liste der Opfer identifiziert. Da Garavito sich an alle Details seiner Verbrechen, einschließlich der Daten erinnert, ist noch nicht klar, warum er eine solche Liste führte. Garavito wurde von den anderen Gefangenen getrennt gehalten, weil man befürchtet, dass man ihn sonst töten würde. Er hat Angst vergiftet zu werden, und nimmt nur Getränke zu sich, die ihm von einigen wenigen Personen gegeben werden.

Seine Wärter haben ein sehr gutes Verhältnis zu ihm, was sich auch darin widerspiegelt, dass Garavito selbst ihnen gegenüber sehr entspannt ist. Das Stereotyp des „intelligenten Serienmörders“ wird von Garavito in mehrfacher Hinsicht in Frage gestellt. Die hohe Zahl der Opfer erklärt sich zum einen durch seine in der Tat geschickte Art, sich sozial anzupassen und seine Kleidung (bis auf die Brille) an die jeweilige Umgebung zu verändern.

Dies scheint ihm angeboren oder gut antrainiert zu sein. Auf uns machte er nicht den Eindruck einer Person, die eine einstudierte Rolle spielt. Das einzige, was er nie verändert hat, ist das Gestell seiner Brille aus rotem Plastik. Garavito wurde nur für zwei seiner Verbrechen verurteilt. Ein Richter in Tunja, verurteilte Garavito für die Ermordung des 14-jährigen Silvino Rodriguez, dessen kopfloser und gefolterter Körper im Juni 1996 am Rande der Stadt entdeckt wurde.

Er befand Garavito auch der versuchten Vergewaltigung des 12-jährigen Jungen in der westlichen Stadt Villavicencio im April 1999 für schuldig, dem Verbrechen, das zu seiner Verhaftung führte. Der Richter verurteilte Garavito zu der maximalen Gefängnisstrafe des Landes von 60 Jahren. Die Strafe wurde jedoch auf 52 Jahre und sechs Monate reduziert, da Garavito sich bereit erklärte, keine der gegen ihn erhobenen Anklagen anzufechten.


 

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